BMI richtig einordnen: Wann der Wert täuscht und was zusätzlich hilft

Beim Blick auf das Körpergewicht liefert der BMI eine schnelle Einordnung. Für eine realistischere Einschätzung zählen aber auch Fettverteilung und Körperzusammensetzung. | Foto: Victoria M/stock.adobe.com
  • Beim Blick auf das Körpergewicht liefert der BMI eine schnelle Einordnung. Für eine realistischere Einschätzung zählen aber auch Fettverteilung und Körperzusammensetzung.
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BMI berechnen. Der Body-Mass-Index liefert eine schnelle Gewichtsklasse, reicht aber allein nicht aus, um das persönliche Gesundheitsrisiko verlässlich einzuordnen.

Im Alltag taucht der BMI oft in Arztbriefen, Apps oder beim Blick auf „Normalgewicht“ auf. Der Wert kann helfen, Veränderungen über die Zeit grob zu erkennen. Für konkrete Risiken wie Stoffwechselprobleme oder Herz-Kreislauf-Belastung braucht es jedoch mehr Kontext.

Darauf weist auch die Stiftung Gesundheitswissen hin und hat ihr Informationsangebot zum Body-Mass-Index erweitert. Die Kernaussage bleibt. Der BMI ist eine Orientierungszahl, keine individuelle Diagnose.

Was der BMI misst und wo seine Grenzen liegen

Der BMI setzt Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis. Berechnet wird er, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird.

Die Grenze liegt darin, dass die Formel wichtige Unterschiede zwischen Menschen nicht abbildet. Dazu zählen vor allem:

  • Zusammensetzung des Körpergewichts. Muskelmasse und Fettmasse werden nicht getrennt betrachtet.
  • Fettverteilung. Ob Fett eher am Bauch oder am Rest des Körpers sitzt, bleibt im BMI unsichtbar.
  • Individuelle Merkmale, die eine Einordnung verändern können, zum Beispiel Körperbau oder Lebensphase.

In der medizinischen Praxis wird der BMI deshalb häufig als erste, schnelle Orientierung genutzt. Für eine abschließende individuelle Risikobewertung reicht er laut Stiftung Gesundheitswissen nicht aus.

Welche ergänzenden Messmethoden die Einordnung verbessern

Um Risiken im Zusammenhang mit Körpergewicht und Fettverteilung besser einzuordnen, stellt die Stiftung Gesundheitswissen ergänzende Methoden vor. Entscheidend ist dabei, dass nicht nur „wie viel“, sondern auch „wo“ Gewicht am Körper sitzt, berücksichtigt wird.

Je nach Fragestellung können ergänzend relevant sein:

  • Messungen, die die Fettverteilung stärker berücksichtigen.
  • Verfahren, die die Körperzusammensetzung differenzierter abbilden.

Zusätzlich werden neuere Kennzahlen wie der Body-Shape-Index oder der Body-Roundness-Index genannt, die Körperform und Fettverteilung differenzierter darstellen sollen. Für die persönliche gesundheitliche Einordnung bleibt das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt wichtig.

Mehr Informationen zur BMI-Berechnung, zu Grenzwerten und zu ergänzenden Messmethoden finden sich bei der Stiftung Gesundheitswissen.

Abschließend gilt: Der BMI kann ein Startpunkt sein, die belastbarere Einordnung entsteht erst durch zusätzliche Messwerte und den medizinischen Kontext.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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