Bessere Burger ohne Fleisch: Veggie-Pattys bei Stiftung Warentest vorn
- Die Stiftung Warentest hat 10 klassische Pattys aus Rindfleisch und 10 vegetarische Alternativen untersucht.
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Burger-Pattys im Test. Wer fertige Burger-Bratlinge kauft, bekommt laut Stiftung Warentest häufig die bessere Qualität mit pflanzlichen Varianten. In einem Vergleich schneiden Veggie-Pattys insgesamt besser ab als viele klassische Rindfleisch-Bratlinge. Für Burger-Fans kann das die Auswahl im Kühl- oder Tiefkühlregal deutlich erleichtern.
Für die Untersuchung der Zeitschrift "Stiftung Warentest" (Ausgabe 6) prüften Tester 20 Produkte aus Supermarkt und Discounter. Darunter waren 10 Pattys aus Rindfleisch sowie 10 vegetarische Alternativen, etwa auf Basis von Soja oder Hülsenfrüchten wie Erbsen. Bewertet wurden Geschmack, Inhaltsstoffe, Keime sowie weitere Qualitätsmerkmale.
Die Mehrheit der guten Produkte ist pflanzlich
Das Ergebnis fällt klar zugunsten der fleischlosen Varianten aus. Von zehn Produkten mit der Gesamtnote "gut" stammen sieben aus der Kategorie der Veggie-Pattys. Drei davon teilen sich sogar die Spitzenplätze im Test:
- Vegane Burger My Vay American Style von Aldi (gekühlt, 99 Cent pro 100 Gramm)
- Garden Gourmet Sensational Burger (gekühlt, 1,41 Euro pro 100 Gramm)
- Beyond Burger (tiefgekühlt, 1,77 Euro pro 100 Gramm)
Über den Beyond Burger schreiben die Tester: "Sie schmecken richtig spitze." Auch unter den Fleischprodukten gibt es jedoch eine gut bewertete Option. Testsieger dieser Gruppe sind die Rindfleisch-Pattys von Chef Select von Lidl (tiefgekühlt, 1,40 Euro pro 100 Gramm).
Warum Veggie-Pattys im Schnitt besser abschneiden
Die Stiftung Warentest nennt mehrere Gründe für das gute Abschneiden der pflanzlichen Produkte:
- Sie enthalten im Durchschnitt nur etwa halb so viel Fett wie Rindfleisch-Pattys und damit auch weniger Kalorien.
- Bei Bratnoten, Würze und Saftigkeit überzeugten viele Veggie-Produkte sensorisch.
- Alle getesteten Veggie-Pattys bestanden die Keim- und Schadstoffprüfungen ohne Beanstandungen.
Auch beim Thema Umwelt sehen die Tester Vorteile. Pflanzliche Burger hätten eine deutlich bessere Klimabilanz als Varianten aus Rindfleisch. Als Hauptgrund nennt die Stiftung Warentest die Treibhausgase aus der Rinderhaltung.
Bei einigen Fleisch-Pattys gab es Qualitätsprobleme
Das insgesamt schwächere Abschneiden der Fleischprodukte lag laut Testern vor allem an Qualitätsunterschieden. Bei frischen, gekühlten Pattys zeigten sensorische Prüfungen am Ende der Haltbarkeitsfrist teilweise auffällige Gerüche. Beschrieben wurden etwa milchsäuerliche oder dumpfe Noten. In einem Fall wurde auch ein Stallgeruch festgestellt, der möglicherweise von der Würzung stammt.
Tiefgekühlte Fleisch-Pattys überzeugten geschmacklich häufiger, enthielten in einzelnen Fällen jedoch unerwünschte Keime wie Colibakterien oder antibiotikaresistente Keime. In der Gesamtbewertung erreichten diese Produkte dennoch meist die Note "befriedigend", weil vollständiges Erhitzen die Keime unschädlich macht.
Der Test zeigt damit vor allem eines: Wer im Supermarkt zu pflanzlichen Burger-Pattys greift, findet derzeit häufig Produkte mit guter Qualität und soliden Testergebnissen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |