Besser sitzen in der Schule: So schreiben Linkshänder ungestört
- Damit sich links- und rechtshändige Schulkinder nicht mit den Ellenbogen ins Gehege kommen, sollte ein Linkshänder auf der linken Seite und der Rechtshänder auf der rechten Seite daneben sitzen.
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Linkshänder in der Schule. Die richtige Sitzordnung verhindert im Unterricht oft schon mit einem einfachen Wechsel, dass Ellbogen zusammenstoßen und Kinder beim Schreiben gestört werden.
Gerade zu Beginn des Schuljahrs kann eine neue Platzverteilung in der Klasse unpraktisch sein, wenn ein rechtshändiges Kind links von einem linkshändigen Kind sitzt. "Dann ist nicht der Linkshänder unruhig, sondern die Kinder sitzen halt falsch und stoßen zusammen", sagt Linkshänder-Beraterin Johanna Barbara Sattler.
Der Grund liegt laut der Psychologin in der typischen Schreibhaltung. "Die ideale Schreibhaltung für Linkshänder ist so ausgelegt, dass sie Blatt, Heft oder andere Schreibunterlagen schräg platzieren - so verwischen sie keine Schrift und können auch sehen, was sie schreiben", sagt die Leiterin der Ersten deutschen Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder in München.
Die Sitzordnung löst das Platzproblem oft sofort
Damit es nicht zu Zusammenstößen der Ellbogen kommt, gibt es für Sattler eine einfache Lösung. "Ein Linkshänder sitzt auf der linken Seite und der Rechtshänder auf der rechten Seite daneben."
Wenn Lehrkräfte das nicht bedacht haben, muss das nach ihrer Einschätzung kein großes Problem sein. Entscheidend sei, dass linkshändige Kinder selbstverständlich mit ihrer Händigkeit umgehen und passende Bedingungen ansprechen können. "Sie sollten klar damit umgehen, dass Linkshändigkeit nicht etwas Besonderes ist, aber auch nicht etwas, dass man verstecken muss. Es soll eben nur darauf geachtet werden", sagt die Psychologin. "Und wenn etwas nicht passt, können das Linkshänder-Kinder auch selbstbewusst ansprechen"
Nach Sattlers Einschätzung hilft eine sachliche Einordnung im Alltag am meisten, damit Linkshändigkeit nicht als Makel wahrgenommen wird, sondern als Eigenschaft, auf die bei der Sitzordnung kurz Rücksicht genommen wird. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |