Besser sehen beim Sport: Lösungen für Brillenträger

Mehr als nur scharfes Sehen: Sportbrillen sollten bruchsicher und stabil sein, um bei Tempo, Stürzen oder Kontaktsportarten optimal zu schützen. | Foto: dpa
  • Mehr als nur scharfes Sehen: Sportbrillen sollten bruchsicher und stabil sein, um bei Tempo, Stürzen oder Kontaktsportarten optimal zu schützen.
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Besser sehen beim Sport. Wer beim Laufen, Radfahren oder Tennis auf eine Sehhilfe angewiesen ist, braucht oft mehr als eine normale Alltagsbrille. Spezielle Lösungen können das Sichtfeld verbessern und das Risiko von Verrutschen oder Bruch verringern. Darauf weist das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) hin.

Im Alltag reicht eine klassische Brille meist aus. Beim Sport stößt sie jedoch schnell an Grenzen. Schnelle Bewegungen, Schweiß oder Stöße können dazu führen, dass sie verrutscht oder beschädigt wird. Entscheidend ist deshalb nicht nur die richtige Sehstärke, sondern auch der individuelle Sehbedarf während der Bewegung.

Je nach Sportart unterscheiden sich die Blickrichtungen deutlich. Beim Golf wechseln die Augen häufig zwischen Ball, Boden und weiter Entfernung. Beim Radfahren in gebeugter Haltung liegt der Fokus stärker auf dem Blick nach vorn und leicht nach unten. Die Sehlösung sollte zu diesen Anforderungen passen.

Welche Sehlösungen beim Sport infrage kommen

Für Menschen mit Fehlsichtigkeit gibt es mehrere Möglichkeiten, die je nach Sportart sinnvoll sein können:

  • Sportbrille mit individueller Sehstärke. Die Gläser werden direkt an die persönliche Fehlsichtigkeit angepasst. Für viele Sportarten gilt diese Variante als besonders komfortabel.
  • Korrektureinsatz, auch Optical Insert genannt. Dabei wird ein kleiner Einsatz mit der individuellen Sehstärke hinter das Sportglas geklippt. Diese Lösung kommt häufig bei stark gewölbten Schutzbrillen zum Einsatz, etwa beim Skifahren oder Radfahren.
  • Kontaktlinsen kombiniert mit einer Schutz- oder Sportsonnenbrille. Wichtig bleibt dabei ein guter Schutz vor Wind, UV-Strahlung und Staub.

Ausrüstung und Einsatzbereich vorher prüfen

Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die konkreten Anforderungen der eigenen Sportart. Das Kuratorium Gutes Sehen empfiehlt, nicht allein nach Design oder einem spontanen Onlineangebot zu entscheiden.

  • Selbsttönende oder polarisierende Gläser können bei wechselnden Lichtverhältnissen oder Spiegelungen auf Wasser Vorteile bringen.
  • Die Brille sollte mit vorhandener Ausrüstung funktionieren. Helm, Cap oder Kopfhörer können Einfluss auf Sitz und Komfort haben.
  • Bei hohem Tempo, Sturzrisiko oder Kontaktsport ist eine stoßfeste und ausdrücklich sportgeeignete Brille wichtig.

Welche Lösung am besten passt, hängt daher immer von Sportart, Sehfehler und Ausrüstung ab. Eine passende Sportbrille kann Sicht, Komfort und Sicherheit während der Bewegung deutlich verbessern. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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