Besser essen bei COPD: Diese 6 Punkte entlasten im Alltag
- Ausreichend Proteine: Menschen mit einer COPD sollten hochwertige Eiweißquellen wie Milchprodukte, Fisch, Eier oder Tofu in ihre Ernährung einbauen.
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Ernährung bei COPD. Kleine Mahlzeiten, genug Eiweiß und ausreichend Flüssigkeit können den Alltag mit COPD spürbar erleichtern und helfen, Luftnot beim Essen zu verringern.
Viele Betroffene erleben Essen als anstrengend, weil Kauen und Schlucken die ohnehin eingeschränkte Atmung zusätzlich belasten. Darauf weist der Deutsche Allergie- und Asthmabund in seiner Zeitschrift «Allergie konkret» hin.
Gleichzeitig ist regelmäßiges und passendes Essen besonders wichtig, weil der Energieverbrauch bei COPD erhöht ist. Das Atmen kostet mehr Kraft. Nach Einschätzung des DAAB und der Patientenorganisation COPD - Deutschland kommt es vor allem auf sechs Punkte an.
Kleine Portionen und nährstoffreiche Auswahl helfen
- Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind oft günstiger als drei große Portionen. Fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten können Luftnot beim Essen eher begrenzen und nehmen im Magen weniger Platz ein.
- Eiweiß sollte möglichst in jeder Mahlzeit vorkommen. Geeignet sind zum Beispiel Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Tofu sowie Nüsse und Samen. Das ist wichtig, weil Menschen mit COPD oft Muskelmasse verlieren.
- Bei Untergewicht kann eine energiereiche Auswahl sinnvoll sein. Der DAAB nennt etwa Vollfett-Milchprodukte, Pflanzenöle, Avocado und Nüsse. Wenn Kauen schwerfällt, kann Nussmus eine praktische Alternative sein. Auch Trinknahrung mit viel Energie kann infrage kommen.
Bewegung bleibt dabei ein wichtiger Teil der Einordnung. Ernährung allein baut keine Muskeln auf.
Auch Trinken, Verdauung und Kalzium spielen eine Rolle
- Ausreichend Flüssigkeit kann helfen, zähen Schleim in den Atemwegen besser zu lösen. Als Richtwert nennt COPD - Deutschland rund zwei Liter pro Tag. Geeignet sind stilles oder kohlensäurearmes Wasser, ungesüßte Tees und dünne Saftschorlen.
- Lebensmittel, die einen Blähbauch fördern, sind für viele Betroffene ungünstig. Dazu zählen je nach Verträglichkeit etwa Kohl, Zwiebeln oder kohlensäurehaltige Getränke. Ein aufgeblähter Bauch erhöht den Druck auf Zwerchfell und Lunge.
- Kalzium verdient besondere Beachtung, weil Menschen mit COPD ein erhöhtes Osteoporose-Risiko haben. Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse liefern Kalzium. Auch Mineralwasser mit mindestens 250 Milligramm Kalzium pro Liter kann dazu beitragen.
Für den Alltag bedeutet das vor allem, Essen so auszuwählen und zu verteilen, dass Atmung, Gewicht und Muskelkraft möglichst wenig zusätzlich belastet werden. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |