BEG-Förderung ab 21. Juli: Das gilt jetzt für Dämm-Zuschüsse
- Symbolbild: Wer Dämmmaßnahmen plant, kann weiterhin BEG-Zuschüsse nutzen, muss seit 21. Juli aber neue Förderbedingungen einplanen. Besonders bei Dach, Kellerdecke und Leitungen können schon überschaubare Maßnahmen den Energiebedarf spürbar senken.
- Foto: Africa Studio/stock.adobe.com
- hochgeladen von Thorsten Kornmann
Dämmmaßnahmen Energieeffizienz. Für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle bleiben Zuschüsse über die BEG-Einzelmaßnahmen möglich, seit Dienstag, 21. Juli gelten aber angepasste Förderbedingungen, die sich auf Planung und Finanzierung auswirken können.
Wer gerade Angebote für Dach, Fassade oder Kellerdecke prüft, kann die Förderung weiter über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzen, die beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt wird. Entscheidend ist, dass die Maßnahme sauber zur Förderlogik passt und die Unterlagen zur richtigen Zeit vorliegen.
Hintergrund der Einordnung sind Informationen des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. im Newsbereich des Portals „Der Dämmstoff“, der die Änderungen zusammenfasst und zugleich auf den geplanten Zusatzbonus für besonders ineffiziente Gebäude hinweist.
Was sich ab Dienstag, 21. Juli bei der BEG praktisch ändert
Für viele Haushalte ist weniger der Name eines Programms entscheidend, sondern die Frage, ob die geplante Dämmung finanziell kalkulierbar bleibt. Die BEG läuft weiter, seit Dienstag, 21. Juli gelten jedoch angepasste Förderbedingungen, unter anderem für Einzelmaßnahmen und Effizienzhaus-Sanierungen.
Im Alltag heißt das vor allem: Bei laufender Planung sollte geprüft werden, ob sich Rahmenbedingungen für den Förderantrag verändert haben, etwa im Zusammenspiel von Einzelmaßnahme und größerer Sanierung. Die Förderung für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle bleibt grundsätzlich über BEG EM möglich.
Welche Dämmstellen im Haus schnell viel bringen können
Neben großen Sanierungen nennt der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. ausdrücklich auch kleinere, gut zugängliche Dämmmaßnahmen, die den Energiebedarf spürbar senken können. Genannt werden folgende Beispiele für mögliche Einsparungen:
- Dämmung der obersten Geschossdecke: Wärmebedarf kann um bis zu 35 Prozent sinken.
- Gedämmte Kellerdecke: Einsparungen von bis zu 10 Prozent möglich.
- Gedämmte Heizungsrohre und Warmwasserleitungen: etwa 5 bis 10 Prozent möglich.
Diese Prozentwerte sind eine Orientierung, weil der tatsächliche Effekt vom Gebäudezustand, der Ausführung und dem bisherigen Wärmeverlust abhängt. Für die Entscheidungsfindung helfen sie dennoch, weil sie Prioritäten zeigen: Erst die größten Leckagen in der Gebäudehülle, dann Leitungen und Nebenbereiche.
Sommerhitze und Winterheizen: Warum Dämmung doppelt wirkt
Eine gute Dämmung senkt laut FMI nicht nur Wärmeverluste im Winter, sie hilft auch im Sommer, Hitze länger draußen zu halten. Das ist besonders relevant für Dachgeschosse in schlecht gedämmten Gebäuden, die sich bei hohen Außentemperaturen schneller aufheizen.
Zusätzlich wird die Wirtschaftlichkeit im Alltag durch zwei Kostentreiber beeinflusst, die im FMI-Text genannt werden: hohe Energiepreise und steigende CO₂-Kosten. Beides erhöht den Wert von Maßnahmen, die den Energiebedarf dauerhaft reduzieren.
Bonus ab 2027 geplant: Fokus auf sehr ineffiziente Gebäude
Neu ist die Einordnung, dass ab 2027 ein zusätzlicher Bonus für Dämmmaßnahmen an besonders ineffizienten Gebäuden geplant ist, sogenannten Worst Performing Buildings (WPB). Für Eigentümer unsanierter Häuser kann das die Reihenfolge von Maßnahmen beeinflussen, wenn ohnehin eine größere Sanierung ansteht.
Eine verlässliche Planung bleibt dennoch daran gekoppelt, dass die jeweils geltenden Förderbedingungen im Zeitpunkt des Antrags erfüllt werden und die Maßnahme korrekt im Programm verortet ist.
Wer Förderung für Dämmmaßnahmen einplanen will, findet den BAFA-Einstieg über die Programmlogik der BEG im Umfeld der FMI-Informationen, zum Beispiel über www.der-daemmstoff.de.
Unterm Strich bleibt Dämmung ein pragmatischer Hebel für mehr Energieeffizienz, aber die Förderdetails entscheiden darüber, wie gut sich die Maßnahme finanziell abfedern lässt.
Autor:Meike Jakob aus Landau |