Badeschlappen am Steuer: Warum Flip-Flops das Bremsen riskant machen
- Flip-Flops und Badeschlappen beim Autofahren erhöhen das Risiko, am Pedal abzurutschen oder etwas zu blockieren.
- Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
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Flip-Flops beim Autofahren. Offene Sommerschuhe wie Badeschlappen können beim Bremsen abrutschen oder sich im Fußraum verklemmen, wodurch das Auto im Ernstfall später zum Stehen kommt.
Gerade an heißen Tagen, wenn es über 30 Grad hat und der Weg ins Schwimmbad oder an den See führt, wirkt schnelles Reinschlüpfen praktisch. Der ADAC Hessen-Thüringen e.V. ordnet jedoch ein, dass beim Autofahren nicht Bequemlichkeit zählt, sondern ein sicherer Kontakt zum Pedal.
Verboten ist das Fahren mit Flip-Flops, Sandalen oder auch barfuß zwar nicht. Trotzdem kann die Unfallgefahr steigen, wenn der Fuß das Bremspedal nicht zuverlässig trifft oder nicht schnell genug den nötigen Druck aufbauen kann.
Was an offenen Schuhen und falscher Sitzhaltung konkret problematisch ist
Der ADAC nennt vor allem diese Alltagsrisiken im Fußraum:
- Offene Schuhe können beim Bremsen leichter vom Pedal abrutschen.
- Löst sich ein Flip-Flop während der Fahrt, kann er sich im Fußraum verkeilen und Pedale blockieren.
- Barfuß wird laut ADAC häufig nicht schnell genug der erforderliche Druck auf die Pedale ausgeübt, was den Bremsvorgang verzögern kann.
Auch finanziell kann es Folgen haben. Kommt es zu einem Unfall, kann dem Fahrer eine Teilschuld zugesprochen werden, wenn gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen wurde. In einzelnen Fällen kann die eigene Kaskoversicherung Leistungen wegen grober Fahrlässigkeit mindern oder verweigern.
Praktisch bleibt als Einordnung: Schuhe mit gutem Halt und nicht zu breiter Sohle helfen, das Pedal sicher zu treffen, und ein Ersatzpaar im Auto kann den Wechsel vor Fahrtbeginn erleichtern.
Neben dem Schuhwerk spielt die Sitzposition eine Rolle. Der ADAC warnt besonders vor dem Hochlegen der Füße auf das Armaturenbrett auf längeren Strecken, weil sich bei einem Unfall schwere Verletzungen ergeben können.
Ein Crashtest der ADAC Unfallforschung zeigt dafür ein hohes Risiko bereits ab 64 km/h. Wird der Airbag ausgelöst, entfaltet er sich laut ADAC mit bis zu 400 km/h, wodurch Beine Richtung Oberkörper geschleudert werden und schwere Kopf- sowie Bein- und Beckenverletzungen möglich sind.
Weitere ungünstige Faktoren sind laut ADAC eine zu weit nach hinten geneigte Lehne und ein falsch angelegter Gurt, weil beides die Schutzwirkung im Crash deutlich verschlechtern kann.
Unterm Strich gilt: Fester Halt am Pedal und eine sichere Sitzposition sind im Sommer die einfachste Konsequenz, um unnötige Risiken beim Fahren zu vermeiden.
Autor:Meike Jakob aus Landau |