Baden-Württemberg: In diesen Städten ist das Parken am Teuersten

Viele Kommunen in Baden-Württemberg haben die Gebühren für Anwohnerparken erhöht - oder wollen diese erhöhen. (Symbolbild) | Foto: Marijan Murat/dpa
  • Viele Kommunen in Baden-Württemberg haben die Gebühren für Anwohnerparken erhöht - oder wollen diese erhöhen. (Symbolbild)
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Baden Württemberg. Parken in vielen Städten im Südwesten wird deutlich teurer. Vor allem Bewohnerparkausweise kosten inzwischen in einigen Kommunen mehrere Hundert Euro im Jahr. Städte reagieren damit auf knappen Parkraum und steigende Kosten.

Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2021 dürfen Kommunen die Preise für Anwohnerparken selbst festlegen. Zuvor war bundesweit eine Gebühr von 30,70 Euro pro Jahr vorgeschrieben. Viele Städte haben die Spielräume inzwischen genutzt und ihre Gebühren deutlich erhöht.

Die teuersten Städte

Besonders hoch sind die Gebühren derzeit in einigen größeren Städten.

  • Karlsruhe verlangt 360 Euro pro Jahr für einen Bewohnerparkausweis. Der Gemeinderat verdoppelte die Gebühr im Dezember von zuvor 180 Euro. Eine Stunde Parken in der Innenstadt kostet ab Juni 6 Euro statt bisher 4 Euro.
  • Ulm erhöhte den Preis im Februar auf 300 Euro jährlich. Parken am Automaten kostet aktuell 2,50 Euro pro Stunde. Geplant sind 3 Euro pro Stunde im kommenden Jahr.
  • Tübingen verlangt 240 Euro im Jahr. Für besonders große Fahrzeuge steigt die Gebühr auf 300 Euro. Betroffen sind Autos über 1,8 Tonnen sowie schwere Elektrofahrzeuge über 2 Tonnen. Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es Ermäßigungen.

Das breite Mittelfeld

Mehrere Städte liegen bei den Gebühren im mittleren Bereich.

  • Freiburg verlangt 200 Euro pro Jahr für Anwohnerparken. Eine Stunde Parken auf Straßen kostet seit Februar 4,20 Euro. Die Gebühren sollen künftig alle zwei Jahre um zehn Prozent steigen.
  • Mannheim verlangt 127,50 Euro jährlich. Am Straßenrand in der Innenstadt kostet eine Stunde Parken seit diesem Jahr 4 Euro. In Parkhäusern der Stadt liegt die erste Stunde dagegen bei maximal 2 Euro.
  • Heidelberg verlangt derzeit 120 Euro pro Jahr. Eine beschlossene Erhöhung wird noch vorbereitet. Eine Stunde Parken am Automaten kostet 3 Euro.
  • Ludwigsburg verlangt ebenfalls 120 Euro jährlich. In der Innenstadt kostet eine Stunde Parken rund 3 Euro.
  • Heilbronn erhöht die Gebühr im kommenden Jahr von 30,70 Euro auf 120 Euro. Auch das Parken in der Innenstadt wird teurer und steigt auf etwa 3 Euro für die erste Stunde.
  • Konstanz verlangt 150 Euro im Jahr. In der Kernzone kostet die erste Stunde Parken seit Mai mindestens 4 Euro.

Die günstigeren Städte

Einige Kommunen liegen weiterhin deutlich unter den Spitzenwerten.

  • Stuttgart verlangt aktuell noch 30,70 Euro pro Jahr. Diskutiert wird eine Erhöhung auf 55 Euro ab dem Sommer. Dafür ist das Parken in der Innenstadt vergleichsweise teuer. Eine Stunde kostet derzeit 5,50 Euro und soll im kommenden Jahr auf 6,40 Euro steigen.
  • Pforzheim verlangt ebenfalls 30,70 Euro pro Jahr für den Anwohnerausweis. Parken in der Innenstadt kostet rund 2 Euro pro Stunde. Auch hier wird über mögliche Erhöhungen nachgedacht.

Warum Städte die Gebühren erhöhen

Nach Angaben des Städtetags Baden Württemberg verfolgen Kommunen mit höheren Gebühren mehrere Ziele. Sie wollen den Parkdruck in dicht bebauten Wohngebieten senken und gleichzeitig ihre Haushalte entlasten.

Nach Einschätzung des Verbands überlegen sich manche Haushalte durch höhere Gebühren eher, ob ein zweites oder drittes Auto wirklich nötig ist. Gleichzeitig müssen Städte jede Preisänderung begründen und auf ein angemessenes Verhältnis zum Parkangebot achten. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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