Autofähre: So gelingt die Überfahrt ohne Stress und Ärger
- Symbolbild: Vor der Überfahrt lohnt ein kurzer Check von Buchung, Handgepäck und Versicherungsschutz, damit die Autofähre nicht zur Stressfalle wird.
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Autofähre. Mit genauer Buchung, kluger Gepäckplanung und geprüftem Kfz-Versicherungsschutz wird die Überfahrt meist reibungslos und es sinkt das Risiko, wegen Formalien, Rangierfehlern oder Schäden an Bord Zeit und Geld zu verlieren.
Gerade auf dem Weg nach Skandinavien, Großbritannien oder zu Mittelmeerinseln ist die Autofähre oft Teil der Anreise. Hinweise dazu kommen unter anderem von der Verti Versicherung AG, die auf typische Stolperstellen rund um Check-in, Fahrzeugdeck und Haftung an Bord aufmerksam macht.
Entscheidend ist oft weniger die Fahrt selbst als die Vorbereitung. Wer die Fahrzeugdaten korrekt angibt, ausreichend Zeit für den Hafen einplant und alles Wichtige im Handgepäck hat, vermeidet die häufigsten Stressmomente, die kurz vor Abfahrt entstehen.
Worauf es bei Buchung, Anreise und an Bord ankommt
- Fahrzeugdaten bei der Buchung exakt angeben. Länge, Höhe und Anbauten wie Dachbox oder Fahrradträger müssen stimmen. Schon kleine Abweichungen können beim Boarding zu Verzögerungen oder Umbuchungen führen. Auch Ausweisdokumente müssen zu den Buchungsdaten passen.
- Anfahrt großzügig planen. Häfen sind oft weitläufig, Warteschlangen sind üblich und Check-in-Zeiten sind verbindlich. Bei langen, grenzüberschreitenden Routen kann eine Ankunft etwa zwei Stunden vor Abfahrt als Orientierung helfen, ähnlich wie am Flughafen.
- Handgepäck so packen, dass nichts aus dem Auto gebraucht wird. Während der Überfahrt ist der Zugang zum Fahrzeugdeck praktisch immer untersagt. Sinnvoll sind daher Wertsachen wie Portemonnaie und Handy sowie Medikamente, wichtige Dokumente und ein Satz Kleidung im Handgepäck.
- Auf dem Fahrzeugdeck langsam und nach Anweisung rangieren. Enge Parkabstände und die Bewegung des Schiffs erfordern vorsichtiges Manövrieren und das Befolgen der Crew-Anweisungen. Spiegel einklappen, Gang einlegen und Handbremse anziehen gehören zu den Standardmaßnahmen.
- Fahrzeug sicher abstellen. Schon leichter Seegang kann reichen, damit ein nicht ausreichend gesichertes Fahrzeug in Bewegung gerät. Bei modernen Fahrzeugen kann es außerdem sinnvoll sein, Alarmanlagen mit Neigungssensoren zu deaktivieren, wenn sie sonst bei stärkerem Seegang auslösen.
Versicherung auf der Fähre: Haftung ist oft begrenzt
Bei Schäden an Bord ist die rechtliche und praktische Lage häufig anders als im Straßenverkehr. Reedereien haften in vielen Fällen nur sehr begrenzt, etwa bei Unfällen oder Beschädigungen auf dem Fahrzeugdeck. Deshalb kann die eigene Kfz-Versicherung entscheidend sein.
Nach Einordnung von Alexander Held, Kfz- und Versicherungsexperte der Verti Versicherung AG, greift die Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel auch auf der Fähre, zum Beispiel wenn beim Rangieren ein anderes Fahrzeug beschädigt wird.
Für Schäden am eigenen Auto ist die Kaskoversicherung ausschlaggebend. Je nach Tarif können Schadenfälle auf Fähren eingeschlossen sein oder ausgeschlossen werden. Bei Verti gilt nach Unternehmensangaben grundsätzlich der Versicherungsschutz der Fahrzeugversicherung auch bei der Benutzung von Fähren und Schiffen.
- Teilkasko kann Schäden durch Naturgewalten abdecken, zum Beispiel wenn Gegenstände in Folge eines Sturms gegen das Fahrzeug geschleudert werden oder wenn das Auto durch Sturm in die See gerät.
- Vollkasko kann zusätzlich Schäden übernehmen, die etwa beim Rangieren entstehen oder wenn das Fahrzeug bei starkem Seegang durch Anstoßen beschädigt wird.
Wichtig bleibt der Blick in die konkreten Versicherungsbedingungen, weil Formulierungen und Ausschlüsse je nach Vertrag variieren.
Wenn ein Schaden passiert: Dokumentation beschleunigt die Regulierung
Kommt es an Bord zu einem Schaden, hilft ein strukturiertes Vorgehen. Der Vorfall sollte möglichst direkt dokumentiert werden, die Crew sollte informiert werden und der Schaden sollte zeitnah der eigenen Versicherung gemeldet werden. Eine lückenlose Dokumentation erleichtert die Regulierung in der Praxis oft deutlich.
Für weiterführende Informationen stellt die Verti Versicherung AG Details online bereit unter https://www.verti.de/.
Am Ende entscheidet meist die Vorbereitung: Wer Buchungsdaten, Handgepäck und Versicherung vor der Abfahrt klärt, reduziert Stress und vermeidet teure Überraschungen auf der Autofähre.
Autor:Meike Jakob aus Landau |