Auto-Umfrage schockiert: Ausgerechnet Deko-Fans sind oft schlecht ausgestattet
- Seltenes Tier oder aussterbende Art? Der Wackeldackel versieht laut einer Umfrage in rund zwei Prozent der Autos in Deutschland seinen treuen Dienst.
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Viele Autos wirken innen wie kleine Wohlfühlzonen: Duftbaum am Spiegel, Plüschtiere auf der Ablage, vielleicht noch ein Glücksbringer im Getränkehalter. Was harmlos aussieht, hat aber eine weniger charmante Kehrseite. Ausgerechnet dort, wo es im Ernstfall um Sicherheit geht, fehlt es bei vielen Fahrzeugen an der Pflichtausstattung.
Eine Umfrage im Auftrag von mobile.de zeigt: Wer sein Auto stärker dekoriert, hat häufiger keinen vollständigen Verbandskasten, keine Warnweste oder kein Warndreieck dabei. Dabei sind genau diese Dinge gesetzlich vorgeschrieben – und im Ernstfall entscheidend.
Besonders auffällig ist das bei jüngeren Fahrerinnen und Fahrern. In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen hat laut Umfrage fast jeder Fünfte keinen Verbandskasten im Auto. Auch Warnweste und Warndreieck fehlen dort überdurchschnittlich oft.
Sicherheitslücken im Auto – diese Zahlen stechen heraus
- Verbandskasten fehlt bei rund 12,5 Prozent der Fahrer mit Deko im Auto
- Warnweste fehlt bei rund 18 Prozent
- Warndreieck fehlt bei rund 14 Prozent
Zum Vergleich: Fahrer ohne persönliche Dekoration sind deutlich besser ausgestattet. Dort liegt die Quote vollständiger Sicherheitsausrüstung laut Umfrage jeweils deutlich über 85 bis 90 Prozent.
Auffällig ist allerdings auch: Eine kleine Gruppe von Autofahrern mit Plüschtieren oder Talismane im Auto schneidet besonders gut ab – hier ist die Pflichtausstattung sogar überdurchschnittlich häufig vorhanden.
Was im Auto wirklich fehlen darf – und was nicht
Viele Dinge landen aus Gewohnheit oder Komfort im Fahrzeug. Die Liste der Umfrage zeigt, wie unterschiedlich Autos ausgestattet sind:
- Sonnenbrille: ca. 51 Prozent
- Taschenlampe: ca. 31 Prozent
- Decken/Kissen: ca. 30 Prozent
- Powerbank/Ladegerät: ca. 22 Prozent
- Snacks oder Getränke: ca. 17 Prozent
- Duftbaum: ca. 15 Prozent
Gleichzeitig geben knapp 17 Prozent an, gar keine zusätzlichen Gegenstände im Auto zu haben.
Checkliste: Diese Pflichtausstattung muss im Auto sein
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese drei Dinge regelmäßig prüfen:
1. Verbandskasten
Muss vollständig und nicht abgelaufen sein. Seit 2022 gehören auch zwei medizinische Masken dazu.
2. Warnweste
Mindestens eine Weste – griffbereit im Fahrzeug, nicht im Kofferraum versteckt.
3. Warndreieck
Muss im Ernstfall schnell erreichbar sein.
Fazit: Deko ist Geschmackssache – Sicherheit nicht
Duftbaum, Glücksbringer oder Kuscheltier sind optional. Verbandskasten, Warnweste und Warndreieck nicht. Die Umfrage zeigt vor allem eines: Komfort und Gewohnheit verdrängen im Alltag schnell die Pflichtausstattung. Genau das kann im Ernstfall zum Problem werden.
Der Duftbaum sorgt zudem für geteilte Meinungen. Zwar hängt er laut Umfrage in etwa 15 Prozent der Autos. Gleichzeitig bezeichnet rund ein Drittel der Befragten Autoparfum als klares No-Go im Fahrzeug.
Ein regelmäßiger Blick auf den Verbandskasten kann sich trotzdem lohnen. Nach Angaben des ADAC sollte neben dem Ablaufdatum auch geprüft werden, ob die Ausstattung noch den aktuellen Vorschriften entspricht. Seit dem Jahr 2022 gehören beispielsweise auch zwei medizinische Masken in den Verbandskasten. Damit bleibt die Sicherheitsausstattung im Ernstfall einsatzbereit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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