Ansteckung vermeiden: Magen-Darm im Haushalt eindämmen
- Magen-Darm-Erreger werden oft über Schmierinfektionen übertragen. Regelmäßiges Waschen und Desinfizieren der Hände schützt daher vor Ansteckungen.
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Magen-Darm-Ansteckung vermeiden. Wenn im Haushalt jemand an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt, entscheidet vor allem konsequente Hygiene darüber, ob sich andere Familienmitglieder ebenfalls anstecken. Schon einfache Maßnahmen im Alltag können das Risiko deutlich senken.
Typische Auslöser sind hochansteckende Viren, die über Hände, Oberflächen oder gemeinsam genutzte Gegenstände weitergegeben werden. Besonders in Familien oder Wohngemeinschaften verbreiten sich die Erreger schnell.
Gastroenterologin Petra Jessen, Vorstandsmitglied des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng), empfiehlt deshalb klare Hygieneregeln im Haushalt.
Hygiene im Alltag senkt das Risiko für Mitbewohner
Wichtig ist vor allem gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und nach Kontakt mit der erkrankten Person. Zusätzlich kann ein Händedesinfektionsmittel helfen.
Weitere Maßnahmen im Haushalt können laut Expertin das Ansteckungsrisiko verringern:
- Häufig berührte Oberflächen wie Türgriffe oder Lichtschalter regelmäßig reinigen und desinfizieren.
- Wenn möglich eine separate Toilette für die erkrankte Person nutzen. Ist das nicht machbar, sollte die Toilette nach jedem Toilettengang gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
- Idealerweise übernimmt die erkrankte Person diese Reinigung selbst. Putzt jemand anderes, können Einweghandschuhe und ein Mundschutz zusätzlichen Schutz bieten, so gesundheitsinformation.de.
- Im Badezimmer kein gemeinsames Handtuch nutzen. Für die Krankheitsphase gelten Einweghandtücher als besonders hygienisch.
- Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Waschlappen mit Erbrochenem oder Durchfall bei mindestens 60 Grad waschen.
- Auch Geschirr der erkrankten Person möglichst in der Spülmaschine bei höchster Temperatur reinigen, empfiehlt infektionsschutz.de.
Im Alltag bedeutet das vor allem eines. Wer während der Erkrankung konsequent auf Hygiene achtet und gemeinsam genutzte Gegenstände trennt, kann die Weitergabe der Erreger im Haushalt deutlich begrenzen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |