Allergenarme Apfelsorte POMPUR: was das Allergikern bringt
- Symbolbild: Wer auf Äpfel allergisch reagiert, findet mit POMPUR eine als allergikerfreundlich zertifizierte, allergenärmere Alternative. Die BLE ordnet die Entwicklung über Tests, Förderung und klinische Untersuchungen ein.
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allergenarme Apfelsorte POMPUR. POMPUR kann für Menschen mit Apfel-Allergie eine besser verträgliche Option sein, weil die Sorten in klinischen Tests von Probanden gut vertragen wurden und als allergikerfreundlich zertifiziert sind.
Im Alltag ist das vor allem beim Einkauf relevant, wenn normale Äpfel Beschwerden auslösen und deshalb gemieden werden. Eine allergenärmere Sorte kann die Auswahl im Obstregal erweitern, ohne dass sich an Zubereitung oder Verwendung etwas ändert.
Die Einordnung kommt von einer neutralen öffentlichen Stelle. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beschreibt die Entwicklung als Ergebnis eines geförderten Forschungsprojekts, in dem Allergen-Gehalte systematisch geprüft und anschließend klinisch getestet wurden.
Was „allergenarm“ hier konkret bedeutet
„Allergenarm“ bedeutet in diesem Fall nicht „allergiefrei“. In dem Forschungsprojekt „All-Arm“ wurden viele Früchte auf ihre Allergen-Gehalte getestet. Danach wurden geeignete Apfelklone über mehrere Jahre ausgewählt und in klinischen Tests untersucht.
Zwei Sorten, die von Probanden gut vertragen wurden, sind von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung als allergikerfreundlich zertifiziert worden und werden unter dem Markennamen „POMPUR“ verkauft.
Woran sich die praktische Entscheidung beim Einkauf orientieren kann
Für die Alltagspraxis sind vor allem drei Punkte hilfreich.
- Zertifizierung: Die Sorten sind als allergikerfreundlich zertifiziert. Das ist ein stärkerer Hinweis als reine Werbeaussagen, ersetzt aber keine individuelle Verträglichkeitsprüfung.
- Verfügbarkeit: POMPUR ist laut BLE seit dem Verkaufsstart im November verfügbar und im Handel erhältlich.
- Einordnung über Auszeichnungen: Die Sorte erhielt den Deutschen Innovationspreis Gartenbau in der Kategorie „Pflanze“ und zuvor im Februar den FRUIT LOGISTICA Innovation Award. Das spricht für Neuheitswert und Züchtungsleistung, ist aber kein medizinischer Wirksamkeitsnachweis.
Wie die Sorte entstanden ist und warum das für Vertrauen sorgt
Nach Angaben der BLE wurde die Zusammenarbeit aus Züchtung, Forschung und Praxis im Zeitraum von Mittwoch, 1. August bis Freitag, 31. Dezember im Projekt „All-Arm“ über das Programm zur Innovationsförderung im Rahmen der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar gefördert.
Wichtig für die Bewertung ist das entwickelte Testverfahren. Damit konnte eine große Anzahl an Früchten kostengünstig und schnell auf Allergen-Gehalte untersucht werden. Auf dieser Basis wurden Kandidaten selektiert und anschließend klinisch geprüft.
Mehr Informationen zur Sorte gibt es unter www.pompur.de sowie zum Förderumfeld unter www.innovationsfoerderung-bmel.de.
Unterm Strich ist POMPUR eine zusätzliche, geprüfte Einkaufsoption für Menschen, die Äpfel nicht grundsätzlich meiden wollen, aber auf bessere Verträglichkeit angewiesen sind.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |