Wiederaufbau in der Eifel: 90 Prozent der Flutschäden behoben

Auch an der Kyll wurden Orte im Juli 2021 geflutet (Archivbild) | Foto: Harald Tittel/dpa
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Bitburg-Prüm. Für Städte und Gemeinden im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist ein großer Teil der Flutschäden beseitigt. Fünf Jahre nach der Katastrophe sind nach Angaben des Kreises rund 90 Prozent der kommunalen Schäden behoben.

Insgesamt geht es um Schäden von 114 Millionen Euro und rund 800 einzelne Maßnahmen. Zu den größeren abgeschlossenen Projekten zählen die Hängeseilbrücke an den Irreler Wasserfällen für knapp 1,6 Millionen Euro, das Kurcenter Freizeitbad Prüm für fast 1,3 Millionen Euro und das Freibad Kyllburg für rund 2,7 Millionen Euro.

Im Juli 2021 waren im Eifelkreis vor allem Kyll, Prüm und Nims zu reißenden Gewässern geworden. Die Flüsse richteten schwere Schäden in Städten und Dörfern an. Wie viele private Haushalte betroffen waren und wie hoch dort der Anteil der bereits behobenen Schäden ist, dazu liegen der Kreisverwaltung keine Angaben vor.

Neues Pegelsystem für die Hochwasservorsorge

Zur besseren Vorsorge ist im Eifelkreis vor einem Jahr ein neues kommunales Pegelmesssystem gestartet. Es umfasst 32 von 42 kommunalen Pegelmessstellen in Rheinland-Pfalz und ist laut Kreis das größte kommunale Informationssystem für Pegelstände im Land.

Die Messdaten werden im 15-Minuten-Takt per Mobilfunk an eine zentrale Datenbank übermittelt. Zugleich fließen sie in den Hochwasservorhersagedienst des Landes ein und sind dort öffentlich als „kommunale Messstellen“ abrufbar.

Ob sich das System bereits in größeren Lagen bewährt hat, lässt sich nach Angaben des Kreises noch nicht pauschal bewerten. Seit der Inbetriebnahme habe es in der Region nur lokal begrenzte Starkregenereignisse gegeben. Konkrete Rückmeldungen dazu, wie stark Einsatzkräfte oder Bevölkerung von den Pegeldaten profitiert haben, lägen bislang nicht vor.

Weitere Aktionspläne in Arbeit

Nach Angaben des Kreises ist das Interesse an den Live-Pegeldaten groß. Anfragen kamen demnach auch aus anderen Kommunen und Landkreisen.

Der Eifelkreis beteiligt sich außerdem an zwei kreisübergreifenden Aktionsplänen für Kyll und Salm. Zusätzlich entsteht der Aktionsplan „Westeifel“ für Irsen, Gaybach, Enz, Prüm und Nims. Die Pläne und die daraus folgenden Maßnahmen gelten als wichtige Bausteine für den Hochwasserschutz der kommenden Jahre. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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