Weniger Trockenheit, weniger Käfer: Forstexperten sehen Hoffnung für Baden-Württembergs Wälder

Der Borkenkäfer, beziehungsweise Buchdrucker, befällt vor allem Fichten. (Archivbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Der Borkenkäfer, beziehungsweise Buchdrucker, befällt vor allem Fichten. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Für viele Waldbesitzer und Spaziergänger im Südwesten gibt es eine vorsichtige Entwarnung. In Baden-Württemberg ist der Befall durch den Borkenkäfer nach mehreren problematischen Jahren zuletzt etwas zurückgegangen.

Nach Angaben der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg ist die akute Phase der Massenvermehrung vorerst beendet. „Wir sind aus dieser akuten Massenvermehrungsphase draußen“, erklärte Experte Markus Kautz.

Der besonders gefürchtete Schädling ist der sogenannte Buchdrucker. Er befällt vor allem Fichten. Die Käfer bohren sich unter die Rinde und legen dort ihre Eier ab. Die Larven zerstören anschließend die wichtige Schicht zwischen Rinde und Holz. Dadurch wird der Nährstofftransport unterbrochen und befallene Bäume sterben häufig schon nach wenigen Wochen ab.

Wetter bleibt entscheidender Faktor

Dass sich die Lage derzeit etwas entspannt, hat mehrere Gründe. In den vergangenen zwei Jahren gab es keine extremen Trockenperioden. Außerdem sorgten im Winter nur wenige Stürme für umgestürzte Bäume, die dem Käfer als Brutmaterial dienen.

Hinzu kommt, dass sich natürliche Feinde des Borkenkäfers während der starken Ausbreitung stärker vermehrt haben und die Population inzwischen bremsen.

Trotzdem warnen Fachleute vor zu viel Optimismus. „Das Wetter ist der Hauptfaktor“, sagte Kautz. Ein sehr warmer und trockener Sommer könne die Situation schnell wieder verschärfen.

Diese Regionen bleiben besonders betroffen

In einigen Teilen des Landes bleibt das Risiko weiterhin hoch. Besonders viele befallene Bäume melden Förster derzeit in einem Streifen von

  • Zollernalbkreis
  • Rottweil
  • Oberschwaben
  • Ravensburg

Im Südschwarzwald rund um Waldshut-Tiengen geht der Befall dagegen bereits zurück. Große Teile des übrigen Schwarzwalds sowie der Norden Baden-Württembergs gelten aktuell als vergleichsweise unauffällig. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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