Wegenetz im Pfälzerwald wird neu geordnet: Weniger Schilder

Der Pfälzerwald bekommt ein grundlegend neu strukturiertes Wanderwegenetz. (Archivbild) | Foto: Uwe Anspach/dpa
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Pfälzerwald. Wandernde sollen sich im Pfälzerwald künftig leichter orientieren können. Das Grundwanderwegenetz wird neu strukturiert, Markierungen sollen einheitlicher werden und digitale Angebote die Wegepflege ergänzen.

Der Pfälzerwald-Verein, der Bezirksverband Pfalz und Pfalz-Touristik treiben das Vorhaben gemeinsam voran. PWV-Hauptvorsitzender Martin Brandl nennt die Neuausrichtung ein „Jahrhundertprojekt“. Ziel sei es, das historisch gewachsene Netz zu modernisieren, den Tourismus besser zu steuern und sensible Naturbereiche zu entlasten.

Weniger Markierungen, klarere Orientierung

Der Pfälzerwald-Verein hatte den Wald seit seiner Gründung 1902 mit einem Wegenetz erschlossen. Nach dem Wegfall früherer Vorgaben für Wegemarkierungen in den 1990er Jahren kamen nach Angaben des Vereins viele unterschiedliche Schilder und Zeichen hinzu. Die Pflege sei für die ehrenamtlichen Wegewarte kaum noch zu bewältigen gewesen.

Künftig sollen Markierungen nach einem Leitfaden des Landes vereinheitlicht und insgesamt reduziert werden. Die Wegewarte des Pfälzerwald-Vereins bleiben für die Pflege der Markierungen zuständig.

  • Wanderwege sollen übersichtlicher ausgeschildert werden
  • Digitale Informationen sollen die Orientierung ergänzen
  • Besucher sollen gezielter durch weniger empfindliche Bereiche geführt werden

App für Schäden wird geprüft

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Digitalisierung. Geprüft wird eine App, über die Schäden an Wegen oder fehlende Markierungen gemeldet werden können. Gerade in den Kernzonen des Pfälzerwaldes soll eine bessere Besucherlenkung dazu beitragen, besonders sensible Gebiete zu schützen.

Für die nächste Projektphase stehen laut Brandl rund 1,5 Millionen Euro Landesförderung bereit. Das Land übernimmt demnach 75 Prozent der Kosten. Die restlichen 25 Prozent sollen die Kommunen tragen. 24 Kommunen haben ihre Unterstützung zugesagt. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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