Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz: Rechtsextremismus bleibt größte Bedrohung
- Die Sicherheitsbehörden haben bei der Bekämpfung des Extremismus zunehmend die sozialen Medien im Visier. (Archivbild)
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Mainz. Für die Sicherheitslage im Land bleibt Rechtsextremismus die größte Bedrohung für die demokratische Ordnung. Das geht aus dem neuen Verfassungsschutzbericht für Rheinland Pfalz hervor, den Innenminister Achim Schwickert in Mainz vorgestellt hat.
Die Zahl der Personen in der rechtsextremistischen Szene ist im vergangenen Jahr gestiegen. Nach Angaben des Innenministeriums werden derzeit rund 860 Menschen dem Spektrum zugerechnet. Das sind 65 mehr als im Jahr zuvor. Zudem waren etwa 80 Prozent aller extremistisch motivierten Straftaten im Land rechtsextrem geprägt.
Neue Jugendgruppen im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit richten die Sicherheitsbehörden auf neue rechtsextreme Jugendgruppen. Nach Angaben des Innenministers versuchen diese Gruppen gezielt junge Menschen über soziale Medien anzusprechen und für extremistische Ideologien zu gewinnen.
Der Verfassungsschutz beobachtet deshalb verstärkt digitale Plattformen, auf denen Radikalisierung stattfinden kann. Gerade junge Nutzer geraten dort zunehmend in den Fokus extremistischer Anwerbeversuche.
Auch Islamismus bleibt Sicherheitsrisiko
Neben dem Rechtsextremismus sehen die Behörden weiterhin den Islamismus als ernstzunehmende Bedrohung. In Rheinland Pfalz werden derzeit etwa 710 Personen diesem Spektrum zugerechnet. Im Jahr zuvor waren es 690.
Darunter befinden sich laut Innenministerium rund 65 Menschen, die als gewaltorientiert gelten. Sicherheitsbehörden beobachten auch hier eine zunehmende Radikalisierung über digitale Kommunikationsplattformen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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