Unruhe bei Grün-Schwarz: Özdemir startet mit überraschend schwachem Wahlergebnis

Die Abstimmung erfolgte geheim. | Foto: Marijan Murat/dpa
  • Die Abstimmung erfolgte geheim.
  • Foto: Marijan Murat/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Stuttgart. Baden Württemberg hat einen neuen Ministerpräsidenten. Doch bei der Wahl im Landtag zeigte sich sofort Unruhe in der Regierungskoalition. Mindestens 19 Abgeordnete von Grünen und CDU verweigerten dem Grünen Politiker Cem Özdemir ihre Stimme.

Die grün schwarze Koalition verfügt im Parlament über 112 Sitze. Für die Wahl wären 79 Stimmen notwendig gewesen. Özdemir erhielt jedoch nur 93 Ja Stimmen. 26 Abgeordnete votierten mit Nein. Vier enthielten sich. Die Abstimmung fand geheim statt.

Grünen Fraktionschef Andreas Schwarz sprach im SWR dennoch von einem stabilen Ergebnis. „Das bringt eine Zweidrittelmehrheit mit sich. Bei einer so großen Mehrheit kann das einfach mal vorkommen. Das tut dem Ergebnis nichts ab.“

Auch CDU Fraktionschef Tobias Vogt wertete das Resultat positiv. „Es ist eine geheime Wahl. Das ist ein gutes Ergebnis. Es zeigt, dass die Regierungskoalition funktioniert.“

Die Opposition sieht das deutlich kritischer. SPD Fraktionschef Sascha Binder sprach im SWR von einem „überraschenden Fehlstart“. Nach seiner Einschätzung müsse der neue Regierungschef zunächst Probleme im eigenen Lager klären.

CDU Chef Hagel unfreiwillig Gegenkandidat

Özdemir war der gemeinsame Kandidat von Grünen und CDU. Beide Parteien hatten am Montag, 11. Mai, ihren Koalitionsvertrag für eine weitere Amtszeit von Grün Schwarz unterschrieben.

Auf dem Stimmzettel stand jedoch auch CDU Landeschef Manuel Hagel. Die AfD Fraktion hatte ihn als Gegenkandidaten nominiert. Ziel war es nach Einschätzung von Beobachtern, Druck auf CDU Abgeordnete auszuüben und mögliche Spannungen in der Fraktion sichtbar zu machen.

Hagel erklärte bereits vor der Abstimmung, dass er für das Amt nicht zur Verfügung stehe. Dennoch erhielt er 34 Stimmen. In der AfD Fraktion sitzen 35 Abgeordnete.

Hagel soll im neuen Kabinett Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident werden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

79 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ