Überwachung im Alltag: Kameras, Arztakten, Gehaltspfändungen – Bürger schlagen Alarm
- Die Zahl der Beschwerden hat ein Rekordniveau erreicht.
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Datenschutz. In Stuttgart und landesweit in Baden-Württemberg steigt die Zahl der Beschwerden über mögliche Datenschutzverstöße stark an und betrifft den Alltag vieler Menschen.
Mehr Meldungen zu Kameras und Behörden
Im vergangenen Jahr gingen beim Landesdatenschutz 7.673 Beschwerden ein. Das ist nahezu eine Verdopplung gegenüber zuvor mit 4.034 Fällen. Gemeldet wurden unter anderem Kameras an Grundstücksgrenzen, falsche Angaben in Arztakten sowie versehentliche Gehaltspfändungen, wie Landesdatenschutzbeauftragter Tobias Keber in Stuttgart sagte.
Warum der Anstieg als Signal gilt
Keber wertet die Entwicklung als Alarmzeichen. Viele Menschen wollten ihr Privatleben zurück und fühlten sich zunehmend von Unternehmen und Behörden überwacht. Dass Betroffene ihr Recht nutzten und sich an die Aufsicht wenden, zeige, dass technische Entwicklungen nicht als unveränderbar hingenommen würden. Der Schutz der Grundrechte bleibe ein zentrales Anliegen.
Typische Anlässe für Beschwerden
- Videoüberwachung an privaten Grundstücken
- Unzutreffende oder unvollständige Einträge in Arztakten
- Fehlerhafte Verwaltungsabläufe wie Gehaltspfändungen
Die Aufsichtsbehörde prüft die Hinweise und geht den Fällen nach. Ziel ist es, rechtskonforme Lösungen zu erreichen und den Datenschutz im Alltag zu stärken. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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