Trauriger Trend im Garten: Warum Spatzen, Schwalben und Mauersegler seltener werden
- Werden häufig gesichtet: Haussperlinge. (Archivbild)
- Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa
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Rheinland Pfalz. In vielen Gärten bleibt der Haussperling der häufigste Vogel. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbundes Nabu in Rheinland Pfalz.
Pro Garten wurden im Schnitt 4,11 Haussperlinge gezählt. Damit liegt der Spatz erneut klar auf Platz eins. Im Vergleich zum Vorjahr meldet der Nabu jedoch einen Rückgang um rund zehn Prozent.
Rückgänge bei mehreren Arten
Auch andere Vogelarten wurden seltener beobachtet. Besonders deutlich ist der Rückgang beim Mauersegler. Die typischen Sommerboten mit ihrem Ruf „Sri sri“ wurden im Schnitt nur noch 0,93 Mal pro Garten gemeldet. Das entspricht einem Minus von 22 Prozent.
Bei der Mehlschwalbe sank die Zahl ebenfalls. Hier registrierten Teilnehmende durchschnittlich 1,15 Tiere pro Garten. Das sind etwa zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Nach Einschätzung des Nabu könnten mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen weniger Insekten als Nahrungsquelle und Gebäudesanierungen, bei denen Brutplätze verloren gehen. Beide Arten brüten an Gebäuden und sind auf Insekten angewiesen. Zudem könnten einige Tiere später als üblich aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt sein.
Kohlmeise auf Platz zwei
Hinter dem Haussperling folgt die Kohlmeise mit durchschnittlich 2,54 Tieren pro Garten. Auch ihre Zahl ging leicht um drei Prozent zurück. Die Amsel liegt mit 2,42 Tieren auf Rang drei und verzeichnete ein Minus von zwei Prozent.
Zuwächse gab es dagegen bei einigen anderen Arten. Der Star legte um acht Prozent zu und erreichte mit durchschnittlich 1,69 Tieren Platz vier. Auch die Rabenkrähe wurde häufiger gemeldet. Mit einem Plus von 13 Prozent kommt sie auf 0,7 Tiere pro Garten und Rang elf.
An der Zählaktion beteiligten sich am zweiten Maiwochenende rund 2500 Menschen in Rheinland Pfalz. Sie beobachteten Vögel jeweils eine Stunde lang im Garten oder in Parks. Die nächste bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ ist von Freitag, 8. Januar, bis Sonntag, 10. Januar, geplant. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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