Tierischer Besuch im Rathaus Enzklösterle: Lamm Henry sorgt für Trubel

Lämmchen Henry hat alle zwei Stunden Kohldampf und braucht seinen Schoppen. | Foto: Jason Tschepljakow/dpa
  • Lämmchen Henry hat alle zwei Stunden Kohldampf und braucht seinen Schoppen.
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Enzklösterle. Ein ungewöhnlicher Begleiter sorgt derzeit für Aufmerksamkeit im Rathaus von Enzklösterle. Das wenige Wochen alte Lämmchen Henry folgt Bürgermeisterin Sabine Zenker zu Terminen, in Sitzungen und durch die Flure der Verwaltung.

Das Tier wurde von seiner Mutter verstoßen. Deshalb zieht Zenker das sogenannte Flaschenlamm derzeit selbst auf. Tag und Nacht bekommt Henry etwa alle zwei Stunden eine Flasche. Da das junge Schaf seine Ziehmutter als Mama ansieht, begleitet es sie auch zur Arbeit und läuft ihr überall hinterher.

Lämmchen läuft durch Büros und Sitzungen

Die Mitarbeitenden im Rathaus haben den flauschigen Kollegen schnell ins Herz geschlossen. Mit seinem blauen Halstuch galoppiert Henry immer wieder durch die Flure und sorgt für viele Lacher. „Wenn Henry durch das Rathaus galoppiert, muss man einfach lachen“, sagt Zenker. Der tierische Begleiter mache den Alltag im Amt besonders.

Henry war bereits bei einer Trauung und auch bei einer Gemeinderatssitzung dabei. Außerdem begleitete er die Bürgermeisterin bei einem Besuch in der Kinderbetreuung Heidelbärchen. Dort knabberte das neugierige Lamm an einem Bild, an Plastikfolie und sogar an einer Gießkanne. Die Kinder reagierten begeistert und beschrieben den Besucher als „so süß und so frech“.

Aufräumen gehört zum Büroalltag

Ganz ohne kleine Zwischenfälle geht der Rathausalltag mit dem Jungtier allerdings nicht. Henry hinterlässt immer wieder Pfützen auf Teppich oder Parkett. Die Bürgermeisterin nimmt das gelassen und wischt sie einfach auf. Es sei im Grunde wie bei einem Baby. Nur ohne Windel.

Damit nichts zu Schaden kommt, wurden Steckdosen im Büro abgeklebt und Zimmerpflanzen außer Reichweite gebracht. Das braun melierte Lamm knabbert gern alles an, was erreichbar ist.

Dauerhaft bleiben kann Henry im Rathaus allerdings nicht. Noch braucht das Tier seine Ziehmutter und die regelmäßigen Fläschchen. Später soll es wieder zu seiner Herde zurückkehren. Bis dahin dürfte Henry noch öfter durch das Rathaus von Enzklösterle hüpfen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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