Stromausfälle im Westerwald: Viele Orte weiter ohne Netz
- Die Einsatzkräfte in Höhr-Grenzhausen sind weiterhin mit der Bewältigung der zahlreichen Schäden beschäftigt.
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Westerwald. Viele Haushalte und Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz müssen nach dem schweren Unwetter weiter mit Stromausfällen rechnen. Nach Angaben der Energieversorgung Mittelrhein waren insgesamt 65 Ortsgemeinden zumindest zeitweise betroffen.
Um 8.30 Uhr sei gut die Hälfte der Gemeinden wieder am Netz gewesen, sagte eine Sprecherin. Die übrigen Orte hatten demnach weiterhin keinen Strom. Der Versorger arbeite mit Hochdruck an der Wiederherstellung. „Wir haben alle verfügbaren Kräfte in den Westerwald geschickt“, sagte die Sprecherin.
Diese Orte sind weiter betroffen
Auch die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen meldete am Morgen weiter Einschränkungen. Kammerforst und Grenzau seien weiterhin ohne Strom. In Hilgert konnte die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt werden, vollständig stabil sei sie dort aber noch nicht.
Bestandsaufnahme der Schäden läuft
Die Einsatzkräfte in der Verbandsgemeinde sind weiter mit zahlreichen Schäden beschäftigt. Derzeit werde im gesamten Gebiet erfasst, welche Schäden entstanden seien. Auch der Westerwaldkreis teilte mit, dass die Schadensmeldungen noch gesammelt werden.
Spielplätze und Friedhöfe gesperrt
In Höhr-Grenzhausen und Hilgert bleiben alle Spielplätze und Friedhöfe wegen möglicher Gefahren gesperrt. Die Verbandsgemeinde rät zudem dringend dazu, Wälder und Bereiche in der Nähe von Bäumen zu meiden. Durch den Sturm könnten Bäume und Äste beschädigt oder instabil sein.
Auch in der Nähe beschädigter Gebäude ist weiter Vorsicht geboten. Teile von Dächern und Fassaden könnten sich noch lösen und herabstürzen.
Die heftigen Unwetter hatten am 19. August vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz schwere Schäden angerichtet. In Waldorf im Landkreis Ahrweiler kam eine Frau ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt. Mehrere Gebäude wurden teils zerstört. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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