Sondierung in Stuttgart: Grüne und CDU treffen sich Dienstag
- Wahlsieger Cem Özdemir (Grüne) gab sich zum Start der Sondierungen vor einer Woche wortkarg. (Archivbild)
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Stuttgart. Die Bildung einer neuen Landesregierung in Baden Württemberg geht in die nächste Runde. Drei Wochen nach der Landtagswahl setzen Grüne und CDU ihre Sondierungsgespräche am Dienstag, 31. März, in Stuttgart fort.
Eine Woche zuvor hatten sich beide Parteien erstmals zu formellen Gesprächen getroffen. Inhalte aus diesem Treffen wurden bislang nicht öffentlich. Nach dem neuen Termin am Dienstagabend sind Statements der beiden Verhandlungsführer geplant. Für die Grünen spricht Bundesminister und Spitzenkandidat Cem Özdemir. Für die CDU äußert sich Landeschef Manuel Hagel.
Erste Gespräche nach der Landtagswahl
Sondierungsgespräche dienen dazu, mögliche Gemeinsamkeiten zwischen Parteien auszuloten. Ziel ist die Klärung, ob eine stabile Regierung gebildet werden kann. Bereits vor dem offiziellen Auftakt hatten sich Özdemir und Hagel mehrfach informell getroffen. Kommt es zu einer Annäherung, folgen in der Regel ausführliche Koalitionsverhandlungen. Dann beraten Fachpolitiker beider Parteien in Arbeitsgruppen über konkrete Vorhaben in einzelnen Politikfeldern.
Pattsituation im neuen Landtag
Die Landtagswahl am Samstag, 8. März, endete äußerst knapp. Die Grünen wurden mit 30,2 Prozent stärkste Kraft. Die CDU kam auf 29,7 Prozent. Im neuen Landtag ergibt sich dennoch eine ungewöhnliche Konstellation. Beide Parteien verfügen jeweils über 56 Sitze. Damit ist eine Zusammenarbeit politisch besonders naheliegend. Koalitionsverhandlungen können jedoch Wochen oder sogar Monate dauern, bis ein detaillierter Koalitionsvertrag steht. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |