Solidaritätsdemo in Stuttgart: Bis zu 1000 Menschen für „Ulm5“

Laut Veranstalter waren rund tausend Menschen bei der Demo, der Polizei zufolge waren es 600 bis 700 Menschen. | Foto: Enrique Kaczor/dpa
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Stuttgart. In der Stuttgarter Innenstadt haben mehrere Hundert Menschen für die in Untersuchungshaft sitzenden „Ulm5“ demonstriert. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Free the Ulm 5“.

Nach Angaben der Polizei nahmen rund 600 bis 700 Menschen teil. Die Veranstalter sprachen von rund 1000 Teilnehmern. An der Demonstration beteiligten sich Palästina-solidarische und Anti-Kriegs-Gruppen sowie die Partei Die Linke.

Ein Polizeisprecher sagte, die Veranstaltung sei „weitestgehend friedlich“ verlaufen. Ein dpa-Fotograf beobachtete, dass Pyrotechnik gezündet wurde.

Was den „Ulm5“ vorgeworfen wird

Den drei Frauen und zwei Männern im Alter von 25 bis 40 Jahren wird vorgeworfen, im September 2025 nachts in ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm eingebrochen zu sein. Dort sollen sie Inventar zerstört, Wände besprüht und einen Schaden in Millionenhöhe verursacht haben.

Die fünf Beschuldigten, die sich selbst „Ulm5“ nennen, ließen sich nach den Vorwürfen am Tatort widerstandslos festnehmen. Sie sitzen unter anderem wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Ihnen wird zudem eine Verbindung zum Netzwerk „Palestine Action Germany“ vorgeworfen.

Verfahren vor dem Landgericht Stuttgart

Vor dem Landgericht Stuttgart müssen sich die Angeklagten wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und der mutmaßlichen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verantworten. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Der Sprecher der Demonstration, Jonas Wolf, kritisierte die Dauer der Untersuchungshaft und die Bedingungen im Prozess. Beim Prozessauftakt trennte eine kugelsichere Glasscheibe die Angeklagten vom Publikum und ihren Anwälten. Eine direkte Kommunikation mit dem Rechtsbeistand sei dadurch während der Verhandlung nicht möglich, sagte Wolf. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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