Skorpion auf Balkon in Walldorf entdeckt: Polizei rückt aus
- Ein Mann im baden-württembergischen Walldorf hat einen Skorpion auf seinem Balkon entdeckt.
- Foto: -/Polizeipräsidium Mannheim/dpa
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Walldorf. Ein unerwarteter Fund auf dem eigenen Balkon hat in Walldorf im Rhein Neckar Kreis einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 62 Jahre alter Mann entdeckte dort einen kleinen Skorpion zwischen Holzstücken und verständigte die Behörden.
Nach Angaben der Polizei saß das Tier in einem Holzhaufen auf dem Balkon. Der Mann fing den Skorpion vorsichtig in einem Einmachglas ein und alarmierte die Polizei. Weil zunächst unklar war, ob das Tier giftig ist, wurde eine Auffangstation für Reptilien und Exoten aus Rheinland Pfalz eingeschaltet. Zuerst hatte die „Rhein Neckar Zeitung“ über den Fund berichtet.
Wahrscheinlich Europäischer Gelbschwanzskorpion
Der Betreiber der Auffangstation, Kevin Keßler, geht mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um einen Europäischen Gelbschwanzskorpion handelt. Diese Art kommt natürlicherweise in mehreren südeuropäischen Ländern vor.
Das Tier ist nach seinen Angaben nur etwa drei bis vier Zentimeter lang. Ein Stich könne bei gesunden Menschen in etwa mit einem Bienen oder Wespenstich vergleichbar sein und ein bis zwei Tage jucken. Dennoch sei Vorsicht angebracht, da Menschen unterschiedlich auf Gift reagieren können. Besonders Allergiker sollten nach einem Stich ärztlichen Rat einholen.
Rätsel um den Weg nach Walldorf
Wie der Skorpion auf den Balkon gelangte, ist noch nicht endgültig geklärt. Nach ersten Erkenntnissen könnte er in einem Karton mit Auberginen aus den Niederlanden mitgereist sein. Keßler hält es jedoch für wahrscheinlicher, dass das Tier in einem Lager eines Paketdienstes von einer Kiste aus einem anderen europäischen Land in die Lieferung gekrabbelt ist.
Der Skorpion bleibt nun zunächst bis zu sechs Monate in der Auffangstation. In dieser Zeit kann sich ein möglicher Besitzer melden. Sollte sich niemand melden, will der Betreiber versuchen, das Tier an ein Vereinsmitglied zu vermitteln. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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