Rekordhitze in Rheinland-Pfalz: 41,1 Grad – jetzt drohen Gewitter

Die extreme Hitze belastet die Menschen. | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Die extreme Hitze belastet die Menschen.
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Rheinland-Pfalz. Extreme Hitze hat am Wochenende neue Temperaturrekorde gebracht. In Rheinland-Pfalz wurden am Samstag, 27. Juni, an zwei Wetterstationen jeweils 41,1 Grad gemessen. So heiß war es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes an einer DWD-Station im Bundesland noch nie.

Die Werte stammen aus Trier-Zewen und Andernach. Sie gelten zunächst als vorläufig und können nach der offiziellen Prüfung noch leicht korrigiert werden. Bereits am Freitag, 26. Juni, war mit 40,7 Grad in Bad Kreuznach ein neuer Landesrekord aufgestellt worden. Einen Tag später wurde dieser erneut übertroffen.

Langanhaltende Hitzewelle belastet auch nachts

Seit Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke. Besonders belastend ist die Situation, weil es nachts kaum abkühlt.

In sogenannten tropischen Nächten sinken die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Das erschwert Schlaf und Erholung deutlich. Die Nacht zum Sonntag, 28. Juni, war laut Deutschem Wetterdienst in Bad Bergzabern besonders warm. Dort fiel die Temperatur nicht unter 26,9 Grad.

Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich

Zu Beginn der neuen Woche lassen die extremen Temperaturen etwas nach. Gleichzeitig steigt jedoch die Gefahr von kräftigen Gewittern.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet ab Sonntagnachmittag, 28. Juni, bis in die Nacht zum Montag, 29. Juni, teils schwere Gewitter. Möglich sind unter anderem:

  • Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit
  • Örtlich sogar bis zu 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde
  • Hagel mit größeren Körnern
  • Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde

Am Montag, 29. Juni, ziehen die Gewitter nach Prognosen allmählich ostwärts ab. Gleichzeitig gehen die Temperaturen spürbar zurück. Erwartet werden maximal etwa 31 Grad am Montag, 30 Grad am Dienstag, 30. Juni, und rund 27 Grad am Mittwoch, 1. Juli.

Waldbrand und Evakuierung wegen Explosionsgefahr

Die anhaltende Trockenheit erhöht zudem die Waldbrandgefahr. Im Landkreis Bad Kreuznach musste ein ganzer Ort zeitweise geräumt werden. Grund war ein Feuer in einem Waldgebiet, in dem früher Munition entsorgt worden war.

Wegen möglicher Explosionen konnten Feuerwehrkräfte das betroffene Gelände zunächst nicht betreten. Die Situation erschwerte die Löscharbeiten erheblich.

Hitze sorgt auch für Probleme bei Bahn und Rettungsdiensten

Die hohen Temperaturen führten am Wochenende auch zu Störungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Rheinland-Pfalz. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden kam es auf mehreren Linien zu Verspätungen und Zugausfällen.

Auch Rettungskräfte waren stark gefordert. Die Feuerwehr in Mainz meldete außergewöhnlich viele Einsätze wegen hitzebedingter Notfälle. Zusätzlich unterstützten Kräfte des Katastrophenschutzes.

In einem Mainzer Krankenhaus half die Feuerwehr zudem bei Lüftungsmaßnahmen, um die Auswirkungen der hohen Außentemperaturen auf den Klinikbetrieb zu reduzieren. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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