Prominenter Besuch im Prozess in Stuttgart: Greta Thunberg im Saal
- Aktivistin Greta Thunberg als Zuschauerin bei Prozess um Palästina-Aktivisten.
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Beim Prozess um einen Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen aus Ulm hat sich am vierten Verhandlungstag eine international bekannte Aktivistin unter die Zuschauer gemischt. Im Gerichtssaal in Stuttgart verfolgte die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Verhandlung.
Die 23 Jahre alte Schwedin ist weltweit durch ihre Proteste gegen den Klimawandel bekannt geworden. In den vergangenen Jahren weitete sie ihr Engagement auch auf Menschenrechtsfragen und den Nahostkonflikt aus.
Im Juni war Thunberg an Bord des Hilfsschiffs „Madleen“, das Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen sollte. Die israelische Marine stoppte das Schiff in internationalen Gewässern und leitete es nach Israel um. Im Dezember beteiligte sich Thunberg in London an einer Protestaktion von Mitgliedern der Gruppe „Palestine Action“. Die Polizei griff dort ein.
Fünf Aktivisten vor Gericht
Vor dem Stuttgarter Gericht stehen fünf Pro Palästina Aktivisten. Sie sollen im September in die Ulmer Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems eingebrochen sein.
Nach Angaben der Anklage gehören sie zur Gruppe „Palestine Action Germany“. Beim Eindringen in das Gebäude sollen sie Inventar zerstört haben. Der Schaden wird auf rund 1,44 Millionen Euro geschätzt.
Der Prozess sorgt seit Beginn für Spannungen im Gerichtssaal. Mehrfach kam es zu Tumulten. Zudem gab es Streit über die Sitzordnung und Befangenheitsanträge gegen die Vorsitzende Richterin. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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