PHP-Warnung in Mainz: Stadt schaltet Webdienste ab

Eine Sicherheitslücke in der Webskriptsprache PHP gefährdet derzeit viele Webseiten. (Symbolbild) | Foto: Nicolas Armer/dpa
  • Eine Sicherheitslücke in der Webskriptsprache PHP gefährdet derzeit viele Webseiten. (Symbolbild)
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Mainz. Mehrere Online-Dienste der Stadt sind wegen einer Sicherheitswarnung vorübergehend nicht erreichbar. Hintergrund ist nach Angaben von IT-Sicherheitsstellen eine kritische Schwachstelle in der Programmiersprache PHP, die weltweit auf vielen Webservern eingesetzt wird.

Die Stadt Mainz hat ihr Webportal mainz.de und weitere Internetdienste vorsorglich abgeschaltet. Ämter und Bürgerbüros bleiben nach Mitteilung der Verwaltung telefonisch und per E-Mail erreichbar. Vereinbarte Termine sollen stattfinden.

Kritische PHP-Lücken im Fokus

IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, das Computer Emergency Response Team des Bundes und das PHP-Sicherheitsteam warnen vor zwei als kritisch eingestuften Schwachstellen. Sie werden unter den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt und sind unter dem Namen „PHP2Shell“ bekannt geworden.

Nach den Warnungen könnten Angreifer Schadcode aus der Ferne auf betroffenen Servern ausführen. Das kann dazu führen, dass Websites übernommen, Daten abgegriffen oder Server für weitere Angriffe missbraucht werden. Weil Details zu den Lücken vorzeitig öffentlich wurden, rechnen Fachleute mit automatisierten Angriffen auf ungeschützte Systeme.

Was Betreiber und Nutzer wissen sollten

Betreiber von Websites, Onlineshops und Unternehmensplattformen sollten ihre PHP-Umgebung und eingesetzte Systeme zeitnah prüfen lassen. Fachleute empfehlen insbesondere:

  • Sicherheitsupdates des Hosting-Anbieters und der PHP-Umgebung unverzüglich einzuspielen
  • Systemadministration oder IT-Dienstleister über die eigene Serverkonfiguration prüfen zu lassen
  • Webanwendungen und Content-Management-Systeme wie WordPress auf verfügbare Aktualisierungen zu kontrollieren

Für Menschen, die Internetseiten nur nutzen, besteht auf Smartphone oder Computer kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Die Sicherheitslücke betrifft Server im Hintergrund. Möglich sind jedoch zeitweise Ausfälle von Online-Angeboten oder Risiken für Daten auf nicht rechtzeitig abgesicherten Webseiten. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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