Pflicht-Kitajahr in Baden-Württemberg: Özdemir sieht offene Fragen
- Özdemir ist erst seit ein paar Monaten Ministerpräsident. (Archivbild)
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Stuttgart. Für Familien in Baden-Württemberg bleibt offen, wie das geplante verpflichtende und kostenlose letzte Kitajahr konkret umgesetzt wird. Ministerpräsident Cem Özdemir sieht bei dem Vorhaben noch rechtliche, finanzielle und pädagogische Fragen.
Koalition hält am Ziel fest
Grüne und CDU hatten sich in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, das letzte Kindergartenjahr für alle Kinder verpflichtend und kostenfrei zu machen. Der Koalitionsvertrag sieht dafür vor, die Schulpflicht vorzuziehen und verbindliche Bildungsinhalte einzuführen.
Özdemir betonte, die Umsetzung sei komplex. Verfassungsrechtlich müsse geklärt werden, welche Folgen ein Vorziehen der Schulpflicht hätte und wer die Verantwortung für das Angebot trage.
Runder Tisch soll Konzept erarbeiten
Kultusminister Andreas Jung von der CDU hat nach Angaben Özdemirs einen runden Tisch mit allen Beteiligten eingerichtet. Dort soll ein Konzept entstehen, das rechtlich tragfähig, finanziell umsetzbar und pädagogisch sinnvoll ist.
- Das letzte Kitajahr soll verpflichtend werden.
- Für Familien soll es kostenfrei sein.
- Offen sind vor allem rechtliche, finanzielle und pädagogische Fragen.
Unabhängig vom Ergebnis der Beratungen will die Landesregierung prüfen, wie Kinder mit besonderem Förderbedarf früher unterstützt werden können. Özdemir verwies darauf, dass Bildungschancen nicht von der finanziellen Lage der Eltern abhängen dürften. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |