Neues Wohnkonzept in Himmerod: Genossenschaft soll Kloster tragen

Eine Genossenschaft wurde zum Erhalt des Klosters Himmerod gegründet. (Archivbild) | Foto: Harald Tittel/dpa
  • Eine Genossenschaft wurde zum Erhalt des Klosters Himmerod gegründet. (Archivbild)
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Himmerod. Für das frühere Kloster in der Südeifel gibt es einen neuen Anlauf mit direkter Bedeutung für Wohnen und Denkmalschutz vor Ort: Eine neu gegründete Genossenschaft soll die Abtei Himmerod übernehmen und dort verschiedene Wohnformen ermöglichen.

Die Pläne wurden am Wochenende vorgestellt, wie das Bistum Trier mitteilte. Ziel ist es, Himmerod zugleich als „geistigen Kraftort“ zu erhalten. Das Interesse an dem Konzept sei groß. Grundlage ist eine Befragung unter Mitgliedern, Gästen und Unterstützern im Auftrag des Trägervereins Kloster Himmerod.

Wohnraum auf Zeit und auf Dauer geplant

Vorgesehen ist Wohnraum für unterschiedliche Gruppen. Geplant sind Angebote vom Wohnen auf Zeit bis zum dauerhaften Wohnen. Nach Angaben von Josef Hennebrüder von der Düsseldorfer I.D.G. Genossenschaft kann ein erster Abschnitt starten, wenn für rund 500 der insgesamt etwa 5.400 Quadratmeter vorhandenen Fläche Anteile von Mitgliedern gezeichnet sind.

Für das Vorhaben stehen Investitionen von bis zu 35 Millionen Euro im Raum. Wer Mitglied werden will, muss einen Anteil von 1.500 Euro zeichnen und 500 Euro Eintrittsgeld zahlen. Dazu kommt ein Monatsbeitrag von 20 Euro. Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann will nach eigenen Angaben Anteile an der Genossenschaft erwerben.

Frühere Projekte scheiterten am Geld

Rektor Reinhold Bohlen sieht in Himmerod die Chance auf ein Modell für andere kirchliche Immobilien. Für die Klosterkirche und das Museum ist eine eigene Stiftung geplant.

Das Kloster Himmerod war 1134 gegründet worden. Im Oktober 2017 zogen sich die Zisterzienser aus der Abtei zurück. Als Gründe galten die geringe Zahl der Mönche und die angespannte Finanzlage.

Ein Umbau zu einem Jugendhaus war im Oktober 2022 gescheitert. Auch ein geplantes Gästehaus wurde nicht umgesetzt. In beiden Fällen fehlte das Geld. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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