Neuer Job im Landtag: CDU schickt Strobl ins Rennen um das zweithöchste Amt
- Strobl will sich zum Landtagspräsidenten wählen lassen
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Stuttgart. Im baden-württembergischen Landtag steht ein Wechsel an der Spitze bevor. Der bisherige Innenminister Thomas Strobl soll Präsident des Parlaments werden. Die CDU-Fraktion nominierte den 66-Jährigen in Stuttgart einstimmig für das zweithöchste Staatsamt im Land.
Gewählt werden soll der neue Landtagspräsident bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag, 12. Mai. Grüne und CDU verfügen gemeinsam über eine komfortable Mehrheit im Parlament. Deshalb gilt die Wahl Strobls als sehr wahrscheinlich.
CDU sichert sich das Amt in Koalitionsverhandlungen
Bei den Gesprächen über die Neuauflage der grün schwarzen Koalition hatte sich die CDU das Amt des Landtagspräsidenten gesichert. Aktuell bekleidet noch die Grünen Politikerin Muhterem Aras dieses Amt.
Der Posten steht normalerweise der stärksten Fraktion zu. Im neuen Landtag gibt es jedoch eine seltene Pattsituation. Sowohl Grüne als auch CDU stellen jeweils 56 Abgeordnete. Bei der Wahl am Samstag, 8. März lagen die Grünen mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent.
Manuel Hagel könnte Innenminister werden
Sollte Strobl zum Landtagspräsidenten gewählt werden, müsste das Innenministerium neu besetzt werden. Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt CDU Landeschef Manuel Hagel.
Strobl prägt die Landespolitik seit vielen Jahren. Der Jurist aus Heilbronn übernahm nach der Wahlniederlage der CDU im Jahr 2011 den Landesvorsitz und führte die Partei wieder aus einer schweren Krise. Seit 2016 ist er stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister.
In der Landespolitik gilt Strobl als wichtiger Brückenbauer zu den Grünen. Besonders eng ist sein Vertrauensverhältnis zu Ministerpräsident Winfried Kretschmann. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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