Neue Vize-Regierungschefin in Rheinland-Pfalz: Wer Bätzing-Lichtenthäler ist

Die ehemalige SPD-Landes- und Fraktionschefin wechselt wieder in die Regierung. (Archivfoto) | Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Rheinland-Pfalz. Mit der neuen Landesregierung rückt eine bekannte SPD-Politikerin an die Spitze der Regierung im Land. Sabine Bätzing-Lichtenthäler wird stellvertretende Ministerpräsidentin und übernimmt erneut ein Ministerium mit sozialpolitischem Schwerpunkt.

Die 51-Jährige aus dem Westerwald war bereits Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Gesundheitsministerin in Rheinland-Pfalz. Nun kehrt sie nach Jahren an der Spitze der SPD-Landtagsfraktion und der Landespartei zurück in die Regierung. Neu für sie ist die Rolle als Vize-Regierungschefin in einer Koalition unter Führung der CDU.

Zusammenarbeit mit neuem CDU-Ministerpräsidenten

Den künftigen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder kennt Bätzing-Lichtenthäler bereits aus der vergangenen Legislaturperiode. Damals führten beide ihre Fraktionen im Landtag. Allerdings mit vertauschten Rollen. Sie stand an der Spitze der größten Regierungsfraktion. Schnieder war Oppositionsführer.

Auch bei den Koalitionsverhandlungen saßen beide mit am Tisch. Die SPD wurde dort vor allem von Alexander Schweitzer vertreten. Mit ihm verbindet Bätzing-Lichtenthäler eine lange politische Geschichte.

Politischer Weg begann früh

Schweitzer und Bätzing-Lichtenthäler kennen sich seit ihrer Zeit bei den Jusos. Nach den Rückzügen der früheren SPD-Spitzen Roger Lewentz und Malu Dreyer galten beide als Gesichter eines Generationenwechsels in der Partei.

Bätzing-Lichtenthäler bringt zudem Erfahrung aus dem Bundestag mit. Bereits mit 27 Jahren zog sie in das Parlament in Berlin ein und blieb dort zwölf Jahre.

Ministerium mit bekannten Themen

In der Landesregierung übernimmt sie ein Ressort, das ihr in großen Teilen vertraut ist. Zwischen 2014 und 2021 leitete sie das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie.

Das Ministerium wurde inzwischen neu zugeschnitten. Künftig verantwortet sie unter anderem folgende Bereiche.

  • Arbeit und Soziales
  • Frauen
  • Familie und Jugend
  • Pflege

Engagement für Opferhilfe

Die zweifache Mutter engagiert sich auch ehrenamtlich. Seit 2022 ist sie Landesvorsitzende des Opferhilfevereins Weißer Ring. Dieses Amt behielt sie auch während ihrer Zeit als Partei und Fraktionschefin.

Privat gilt die Politikerin als sportlich. Gemeinsam mit ihrem Mann bestieg sie bereits mehrere Viertausender in den Alpen. Zudem stammt sie aus einer großen Familie. Ihr Cousin ist der Limburger Bischof Georg Bätzing. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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