Nach Verzögerungen: Bahnhof Friedrichsdorf jetzt stufenfrei zugänglich
- Der Bahnhof Friedrichsdorf ist nach der Modernisierung barrierefrei erreichbar. Neue Aufzüge, höhere Bahnsteige und taktile Leitsysteme sollen den Umstieg im Regionalverkehr erleichtern.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont
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Friedrichsdorf. Reisende erreichen am Bahnhof Friedrichsdorf nun alle Bahnsteige stufenfrei. Zwei neue Aufzüge ermöglichen seit Anfang März einen barrierefreien Zugang und erleichtern damit insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kinderwagen sowie Fahrgästen mit Gepäck den Weg zu den Zügen.
Die Deutsche Bahn, das Land Hessen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, der Verkehrsverband Hochtaunus und die Stadt Friedrichsdorf haben die modernisierte Verkehrsstation gemeinsam eröffnet. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden neben den Aufzügen auch die Bahnsteige erhöht und erneuert.
Was sich für Reisende am Bahnhof ändert
Die Modernisierung soll das Ein- und Aussteigen erleichtern und die Orientierung am Bahnhof verbessern. Neue Bahnsteigdächer, Beleuchtung und eine erneuerte Ausstattung sollen zudem für mehr Komfort und ein helleres Umfeld sorgen.
- Alle Bahnsteige sind über Aufzüge stufenfrei erreichbar.
- Die Bahnsteige wurden erhöht und modernisiert.
- Taktile Leitsysteme unterstützen sehbehinderte Menschen bei der Orientierung.
- Neue Fahrradabstellanlagen erweitern das Bike-and-Ride-Angebot.
- Neue Lichtanlagen sollen das Sicherheitsgefühl am Bahnhof stärken.
32,1 Millionen Euro für den Umbau
Für die Modernisierung des Bahnhofs Friedrichsdorf stehen rund 32,1 Millionen Euro bereit. Finanziert wird das Projekt durch Eigenmittel der Bahn, Bundesmittel sowie Beiträge des Landes Hessen, des RMV, der Stadt Friedrichsdorf und des Verkehrsverbands Hochtaunus.
Friedrichsdorf gilt im RMV-Netz als wichtiger Umsteigepunkt zwischen S-Bahn, Regionalzügen und Buslinien. Die Bedeutung des Bahnhofs könnte weiter wachsen, wenn die geplante Verlängerung der S5 nach Usingen und die angestrebte Verlängerung der RB16 nach Bad Homburg umgesetzt werden.
Restarbeiten laufen weiter
Am Bahnhof stehen noch einzelne Arbeiten an, darunter Fliesenarbeiten sowie Arbeiten an Außenanlagen, Fahrradabstellplätzen, Beleuchtung, Geländern, Handläufen und Bodenbelägen. Diese Arbeiten sollen nach Angaben der Projektpartner ohne Einschränkungen für den barrierefreien Bahnbetrieb erfolgen.
Während der Bauzeit hatte es mehrfach Verzögerungen gegeben. Beim Bau der Personenunterführung erwies sich der Untergrund als nicht ausreichend tragfähig. Deshalb mussten Planungen angepasst und zusätzliche Sperrpausen im Bahnverkehr organisiert werden. Auch Engpässe bei Material, Kapazitäten und Dienstleistern beeinflussten den Zeitplan.
Autor:Verkehr im Südwesten: Auto, Bahn & Baustellen aus Mannheim |