Mehr Organspender in Rheinland-Pfalz: Landtag berät Reform
- Klar ist, es fehlt an Spenderorganen - auch in Rheinland-Pfalz. (Archivfoto)
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Rheinland-Pfalz. Menschen auf Wartelisten können in Rheinland-Pfalz auf etwas mehr gespendete Organe hoffen: Die Zahl der Organspender ist in den ersten acht Monaten auf niedrigem Niveau gestiegen.
Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation wurden von Januar bis August 32 Organspender registriert. Das waren fünf mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und elf mehr als zwei Jahre zuvor.
Erfasst sind nur Verstorbene, denen in einer Klinik in Rheinland-Pfalz ein oder mehrere Organe entnommen wurden. Die Organe wurden anschließend bundesweit oder auch im Ausland transplantiert.
Mehr gespendete Organe im Land
Auch die Zahl der gespendeten Organe stieg laut DSO. In den ersten acht Monaten wurden 102 Organe gezählt. Das waren 24 mehr als im Vorjahreszeitraum und 28 mehr als zwei Jahre zuvor.
Rheinland-Pfalz kommt damit auf 11,7 Organspender pro eine Million Einwohner. Bundesweit liegt dieser Wert bei 12,4. Die Zahlen zeigen damit eine leichte Verbesserung, bleiben aber unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Landtag berät über Widerspruchslösung
Am Donnerstag, 17. September, befasst sich der Landtag in Mainz mit der Organspende. Anlass ist ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und SPD. Sie sprechen sich für eine Initiative von Rheinland-Pfalz im Bundesrat zugunsten der Widerspruchslösung aus.
Bei einer Widerspruchslösung würden Erwachsene nach ihrem Tod grundsätzlich als Organspender gelten, sofern sie zuvor nicht aktiv widersprochen haben. Bisher ist für eine Organentnahme eine ausdrückliche Zustimmung nötig.
Für Bürgerinnen und Bürger ändert die Landtagsdebatte zunächst nichts. Für eine Widerspruchslösung müsste das Transplantationsgesetz auf Bundesebene geändert werden. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |