Mehr Fälle von Antiziganismus: Rheinland-Pfalz setzt auf Kontinuität
- Michael Hartmann bleibt Antiziganismusbeauftragter in Rheinland-Pfalz. (Archivbild)
- Foto: Ira Schaible/dpa
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Rheinland-Pfalz. Für Sinti und Roma im Land bleibt ein zentraler Ansprechpartner im Amt: In Rheinland-Pfalz ist Michael Hartmann erneut zum Antiziganismusbeauftragten berufen worden.
Nach Angaben des Innenministeriums setzte der Ministerrat damit auf Kontinuität im Einsatz gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Innenminister Achim Schwickert sagte, Hartmann stehe für Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und ein tiefes Verständnis für die Lebenswirklichkeit von Sinti und Roma.
Mehr gemeldete Fälle von Antiziganismus
Die Aufgabe des Beauftragten sei wichtiger denn je, erklärte der Minister. Es gehe darum, Ausgrenzung sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken und gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.
Bei der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus, kurz MIA, wurden in Rheinland-Pfalz zuletzt deutlich mehr Vorfälle registriert. Die Zahl stieg im vergangenen Jahr um 41 auf 100 Fälle. Erfasst wurden unter anderem Diskriminierung, Herabwürdigung, Beleidigung und Gewalt gegen Sinti und Roma. Zugleich wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.
Unabhängige Meldestelle seit 2022
Die Meldestelle besteht in Rheinland-Pfalz seit 2022 und arbeitet unabhängig. Hinweise können telefonisch, online oder in einem persönlichen Gespräch gemeldet werden. Nach Angaben der Stelle werden die Meldungen anonymisiert. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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