Hai-Vierlinge in Karlsruhe: Nachwuchs bleibt verborgen
- Zwei der vier Hai-Babys, die im Karlsruher Naturkundemuseum zur Welt gekommen sind.
- Foto: Mathias Vielsäcker - SMNK/Naturkundemuseum Karlsruhe/dpa
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Karlsruhe. Besucherinnen und Besucher des Naturkundemuseums Karlsruhe können die vier jungen Haie vorerst nicht sehen. Die Jungtiere wurden nach ihrer Geburt in ein anderes Becken gebracht, damit sie nicht von ihren Eltern gefressen werden.
Vier lebende Junge nach langer Trächtigkeit
Schwarzspitzenriffhai-Dame Karla brachte bereits Anfang September vier lebende Junge zur Welt, wie das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe mitteilte. Vater der Tiere ist Schwarzspitzenriffhai Amadeus. Das Männchen war im vergangenen Jahr aus Salzburg in das Aquarium des Museums gezogen. Seitdem hatte das Museum auf Nachwuchs gehofft.
Mit Sicherheit gerechnet hatte das Team offenbar nicht. Amadeus ist mit 22 Jahren für einen Hai bereits recht alt. Deshalb habe es bis zuletzt Zweifel gegeben, ob Karla tatsächlich trächtig ist. Die Trächtigkeit dauerte nach Angaben des Museums rund 14 Monate.
Warum die Hai-Babys getrennt werden
Die vier Jungtiere bleiben zunächst hinter den Kulissen. Der Grund ist der Schutz vor den erwachsenen Tieren. Junge Haie können ihren Eltern zum Opfer fallen. Für das Publikum sind sie deshalb vorerst nicht zu sehen.
Schwarzspitzenriffhaie gelten in der Natur als bedroht. Viele Tiere ersticken als Beifang in Stellnetzen von Fischern. Hinzu kommt, dass ihr Lebensraum durch das Absterben von Korallen gefährdet ist. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |