Hafturteil gegen Stuttgarter Helfer im Iran: Zehn Jahre
- 2023 verlieh Bundespräsident Steinmeier Eran das Bundesverdienstkreuz. (Archivbild)
- Foto: Joerg Carstensen/dpa
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Stuttgart. Für Unterstützer humanitärer Hilfe in der Region gibt es eine schwere Nachricht aus Stuttgart: Der Gründer der Hilfsorganisation Stelp, Serkan Eren, ist nach Angaben der Organisation im Iran zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Stelp teilte mit, man berufe sich auf den Rechtsbeistand von Eren im Iran. Als Grund habe das Gericht Kontakt zu einem Land genannt, das der Iran als verfeindet einstufe. Eine Bestätigung des Urteils aus dem Iran oder aus der Türkei lag zunächst nicht vor.
Organisation hält Urteil für nicht gerechtfertigt
Serkan Eren ist Gründer und Geschäftsführer von Stelp. „Wir sind über dieses Urteil zutiefst bestürzt und halten es in keinster Weise für gerechtfertigt“, erklärte die Organisation.
Nach Darstellung von Stelp war Eren im Juni in den Iran gereist, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden. Die Organisation beschreibt Eren als humanitären Helfer, der seit Jahren in Krisengebieten weltweit im Einsatz ist.
Bundesverdienstkreuz für humanitäre Arbeit
Eren ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach Angaben von Stelp ist er türkischer Staatsangehöriger. Für seine Arbeit verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm früher das Bundesverdienstkreuz.
Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |