Führungswechsel bei der CDU: Tobias Vogt übernimmt Fraktionsspitze

Vogt sitzt seit 2021 im Landtag.  | Foto: Marijan Murat/dpa
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Stuttgart. Die CDU-Fraktion im baden württembergischen Landtag bekommt eine neue Führung. Die Abgeordneten haben Tobias Vogt zum Vorsitzenden gewählt. Das bestätigten Teilnehmer der Sitzung der Deutschen Presse Agentur.

Der bisherige Fraktionschef und CDU Landesvorsitzende Manuel Hagel will als Minister und Vize Ministerpräsident in die neue grün schwarze Landesregierung wechseln. Deshalb kandidierte der 38 Jährige nicht erneut für den Fraktionsvorsitz.

Vogt gehört dem Landtag erst seit einer Legislaturperiode an. Der 40 Jahre alte Kfz Technikermeister vertritt den Wahlkreis Bietigheim Bissingen und ist Vater von drei Kindern. Seit 2008 ist er Mitglied der CDU. Zudem arbeitet er als Generalsekretär der Landespartei und gilt als enger Vertrauter von Hagel.

Beobachter halten es deshalb für unwahrscheinlich, dass Vogt die Fraktion als deutlichen Gegenpol zur neuen Regierung aufstellt, in der Hagel künftig sitzt.

Wahlkampf und neue Kräfte in der Fraktion

Als Generalsekretär organisierte Vogt die Kampagne für die Landtagswahl am Sonntag, 8. März. Innerhalb der Fraktion hat er vor allem bei vielen neu gewählten CDU Abgeordneten Rückhalt. Zugleich wird ihm zugeschrieben, dass der Wahlkampf der Union nicht die erhoffte Dynamik entwickelte.

Bei der Wahl wurden die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft. Die CDU folgte mit 29,7 Prozent. Im neuen Landtag verfügen beide Parteien jeweils über 56 Mandate. Diese Pattsituation gilt als ungewöhnlich.

Streit im Wahlkampf

Im Wahlkampf hatte es scharfe Auseinandersetzungen zwischen CDU und Grünen gegeben. Hintergrund war ein Video aus dem Jahr 2018, das kurz vor der Wahl verbreitet wurde. Darin äußert sich Manuel Hagel über die "rehbraunen Augen" einer Schülerin. Der Clip schadete dem CDU Spitzenkandidaten auf den letzten Metern des Wahlkampfs.

Vogt kritisierte die Grünen um Spitzenkandidat Cem Özdemir damals deutlich. Kurz vor der Wahl warf er ihnen vor, mit ihrer Kampagne Menschen zu "vernichten". Nach der Wahl sprach er von "herablassender Arroganz".

Inzwischen haben sich die Beziehungen zwischen beiden Parteien wieder beruhigt. Die Koalitionsverhandlungen sind abgeschlossen. Am Mittwoch soll der Koalitionsvertrag der Öffentlichkeit vorgestellt werden. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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