Freiburg wählt morgen: Beteiligung schon vorab ungewöhnlich hoch
- Das Wahlamt rechnet mit mehr Wählern als zuletzt. (Symbolbild)
- Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
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Freiburg. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg am Sonntag, 26. April, zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab. Darauf deutet vor allem die große Zahl an beantragten Briefwahlunterlagen hin.
Nach Angaben des Wahlamts wurden bis zum Ende der Frist am Freitag, 24. April, um 18 Uhr insgesamt 42.514 Briefwahlanträge gestellt. Erfahrungsgemäß werden jedoch nicht alle Unterlagen zurückgeschickt. Im langjährigen Durchschnitt gehen rund 94 Prozent der Briefwahlstimmen tatsächlich ein.
Rechnet das Wahlamt diesen Wert ein, liegt die Wahlbeteiligung bereits vor Öffnung der Wahllokale rechnerisch bei etwa 23,1 Prozent.
Insgesamt sind 173.005 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Bei der letzten Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2018 lag die Beteiligung im ersten Wahlgang bei 51,0 Prozent. Im zweiten Wahlgang stieg sie leicht auf 51,8 Prozent. Nach Einschätzung des Wahlamts spricht derzeit vieles dafür, dass dieser Wert diesmal übertroffen wird. Gewissheit gibt es jedoch erst am Wahlabend.
Stichwahl erstmals nach neuer Regel möglich
Am Sonntag treten acht Kandidaten und eine Kandidatin zur Wahl an. Zu ihnen gehört auch der amtierende Oberbürgermeister Martin Horn, der parteilos antritt.
Erreicht im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit der Stimmen, folgt drei Wochen später eine Stichwahl. Dann dürfen nur noch die beiden Bestplatzierten antreten. Diese Regel gilt in Baden Württemberg seit 2023 und wird bei einer Freiburger Oberbürgermeisterwahl erstmals angewandt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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