Debatte über Schulpflicht in Rheinland-Pfalz: AfD-Vize offen für Alternativen

Sebastian Münzenmaier tritt auf dem Landesparteitag der rheinland-pfälzischen AfD für den Posten als Landeschef an. (Archivbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Sebastian Münzenmaier tritt auf dem Landesparteitag der rheinland-pfälzischen AfD für den Posten als Landeschef an. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Eine mögliche Lockerung der Schulpflicht könnte in Rheinland-Pfalz stärker in den Fokus der politischen Diskussion rücken. AfD-Landesvize Sebastian Münzenmaier zeigt sich offen für eine Debatte über alternative Modelle zur bisherigen Schulpflicht.

Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion sagte im „SWR Aktuell“-Sommerinterview, in mehreren europäischen Ländern gebe es eine Bildungspflicht statt einer klassischen Schulpflicht. Auch in Rheinland-Pfalz könne darüber diskutiert werden, wie ein solches Modell aussehen könnte.

„Da muss man drüber diskutieren, wie könnte so eine Bildungspflicht aussehen. Welche Angebote abseits von einer starren Schulpflicht gäbe es denn dann“, erklärte Münzenmaier. Gleichzeitig betonte er, dass damit nicht gemeint sei, Kinder würden ohne Struktur zu Hause lernen. „Sagt ja niemand, dass die Leute dann acht Stunden im Keller sitzen und mit den Eltern zusammen lernen.“

Vorstoß bereits in AfD-Wahlprogramm

Die AfD hatte eine entsprechende Forderung bereits im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt in ihr Programm aufgenommen. Dort spricht sich die Partei für eine „Bildungspflicht statt Schulzwang“ aus. Eltern sollen demnach zwischen klassischem Schulunterricht und Hausunterricht wählen können.

Kritik aus Bund und Ländern

Der Vorschlag stößt allerdings auf deutlichen Widerstand. Bundesbildungsministerin Karin Prien von der CDU sowie mehrere Bundesländer haben sich bereits gegen eine Abschaffung oder Lockerung der Schulpflicht ausgesprochen.

Münzenmaier will am Samstag, 27. Juni, beim AfD-Landesparteitag in Bingen als neuer Landesvorsitzender kandidieren. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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