CDU vorne, SPD am Ende: Wie es dazu kam - ein Erklärungsversuch
- Ministerpräsident Schweitzer (l, SPD) hat die Landtagswahl deutlich gegen den CDU-Kandidaten Schnieder (M, CDU) verloren. (Archivbild)
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Landtagswahl. Rheinland-Pfalz steht nach der deutlichen Niederlage der SPD vor einer politischen Neubewertung. Nach Einschätzung der Forschungsgruppe Wahlen reicht der Verweis auf einen schwachen Bundestrend nicht aus, um das Ergebnis zu erklären.
Meinungsforscher Matthias Jung sagte der Deutschen Presse-Agentur, die SPD mache es sich zu einfach, wenn sie die Niederlage allein mit der Lage im Bund erkläre. Zwar habe Ministerpräsident Alexander Schweitzer starken Gegenwind aus Berlin gespürt. Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung sei jedoch begrenzt gewesen.
Wechselstimmung statt Amtsbonus
Nach Analyse der Wahlforscher war der persönliche Rückhalt für Schweitzer geringer als bei seinen Vorgängern. Ein klarer Amtsbonus sei nicht erkennbar gewesen. Stattdessen habe sich im Land eine Wechselstimmung aufgebaut.
Eine echte Aufholjagd habe es vor der Abstimmung nicht gegeben. Zwar habe die SPD am Wahlabend besser abgeschnitten als in älteren Umfragen. Diese hätten wegen des großen zeitlichen Abstands nur geringe Aussagekraft gehabt, da sich viele Wähler lange vor dem Wahltag kaum mit Landespolitik beschäftigten.
Endspurt klar verloren
In den letzten Tagen vor der Wahl habe die SPD laut Jung deutlich an Boden verloren. Aus einem knappen Vorsprung der CDU in den Tagen zuvor sei am Wahltag ein klarer Vorsprung geworden. Schweitzer unterlag dem CDU-Kandidaten Gordon Schnieder deutlich. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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