BGH in Karlsruhe: Karin Angerer wird neue Präsidentin
- Gerade noch in Bamberg: Die designierte Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Karin Angerer. (Archivbild)
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Karlsruhe. Am Bundesgerichtshof steht ein Wechsel an: Die Juristin Karin Angerer soll am Montag, 1. September, die Leitung des höchsten deutschen Gerichts für Zivil- und Strafsachen übernehmen.
Das bayerische Justizministerium teilte mit, dass das Bundeskabinett die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichtshofs Bamberg zur Präsidentin des Bundesgerichtshofes bestimmt hat. Die 62 Jahre alte gebürtige Würzburgerin war bereits Mitte Juni vom Bundesrichterwahlausschuss zur Bundesrichterin gewählt worden.
Wechsel an der Spitze des BGH
Für den Bundesgerichtshof in Karlsruhe bedeutet die Personalie den Wechsel an der Gerichtsspitze zum Beginn des Herbstes. Angerer folgt auf Bettina Limperg, deren Amtszeit am 31. August endet.
Der BGH ist das oberste Gericht der Bundesrepublik für Zivil- und Strafverfahren. Er ist in diesen Bereichen die letzte Instanz und sorgt dafür, dass Gesetze bundesweit einheitlich ausgelegt werden.
Juristische Laufbahn in Bayern
Angerer begann ihre juristische Karriere 1993. Sie arbeitete unter anderem in München als Staatsanwältin und Richterin. Später leitete sie mehrere Referate im Justizministerium des Freistaats Bayern und war Vizepräsidentin des Landgerichts München II. Seit 2023 steht sie als Präsidentin an der Spitze des Oberlandesgerichtshofs Bamberg.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich erklärte, mit Angerer werde eine „herausragende Juristin aus Bayern“ Deutschlands oberstes Gericht für Zivil- und Strafverfahren führen. Der Bundesgerichtshof wurde 1950 gegründet und hat seinen Sitz in Karlsruhe. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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