Aufbauhilfe im Ahrtal: Mehr als 3,7 Milliarden bewilligt

Die Landgrafenbrücke wird nach der Flutkatastrophe neu gebaut. (Archivbild) | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Die Landgrafenbrücke wird nach der Flutkatastrophe neu gebaut. (Archivbild)
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Ahrtal. Für Betroffene und Kommunen im Flutgebiet stehen inzwischen Aufbauhilfen von mehr als 3,7 Milliarden Euro bereit. Das hat das Bauministerium in Mainz für das Ahrtal mitgeteilt.

Der größte Anteil entfällt mit rund 1,3 Milliarden Euro auf die allgemeine kommunale Infrastruktur. Knapp 716 Millionen Euro sind für Wasser und Abfallwirtschaft, Gewässer sowie Hochwasserschutz bewilligt worden. Stichtag für die Angaben war der 1. Juli.

Für Unternehmen wurden rund 698 Millionen Euro bewilligt. Auf private Gebäude entfallen 682 Millionen Euro. Hinzu kommen 146 Millionen Euro für privaten Hausrat, 142,3 Millionen Euro für Krankenhäuser und Rehakliniken, 35,5 Millionen Euro für die Landwirtschaft sowie knapp 19 Millionen Euro für Religionsgemeinschaften.

Fast alle vollständigen Anträge entschieden

Die Frist für Erstanträge endete am 30. Juni. Bis zum 1. Juli wurden nach Ministeriumsangaben 96,4 Prozent der knapp 20.800 vollständig vorliegenden Anträge bewilligt. Die übrigen Anträge werden noch bearbeitet. Ausgezahlt wurden bislang rund 2,4 Milliarden Euro.

Im Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ des Bundes stehen nach Angaben des Ministeriums für Rheinland Pfalz über alle Förderbereiche hinweg insgesamt bis zu rund 15 Milliarden Euro zur Verfügung.

Wiederaufbau in vielen Bereichen noch nicht abgeschlossen

Auch fünf Jahre nach der Flut ist der Wiederaufbau im Ahrtal noch nicht beendet. Zerstört wurden Straßen, Brücken, Schulen und zahlreiche Gebäude in der gesamten Region.

  • Von rund 30 schwerbeschädigten oder zerstörten Brücken im klassifizierten Straßennetz wurden 14 wiederhergestellt
  • Weitere neun Brücken werden derzeit geplant oder gebaut
  • Von 17 betroffenen Schulen sind zwei fertig aufgebaut
  • Zwölf Schulen werden saniert
  • Für drei Schulen sind Ersatzneubauten vorgesehen
  • Die Deutsche Bahn hat den Wiederaufbau der betroffenen Strecken nach eigenen Angaben abgeschlossen

Bei Kirchen, Krankenhäusern und der kommunalen Infrastruktur laufen zahlreiche Projekte weiter. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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