Abschied im Mainzer Landtag: Hering wechselt in Kanzlei
- Hendrik Hering arbeitet bald wieder als Rechtsanwalt. (Archivbild)
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Mainz. Im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz ändert sich die Besetzung der SPD-Fraktion: Der frühere Landtagspräsident Hendrik Hering verlässt das Parlament und wechselt in eine Koblenzer Großkanzlei. Der 62-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde dort zum Montag, 31. August, als Anwalt für Baurecht anfangen.
Mockenhaupt rückt für Hering nach
Herings Nachfolger ist Thomas Mockenhaupt aus dem Westerwald. Er war früher Mitarbeiter Herings und übernimmt nun das Mandat im Landtag. Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet der Wechsel vor allem, dass die parlamentarische Vertretung innerhalb der SPD-Fraktion neu besetzt wird.
Hering will mit 62 Jahren neu anfangen
Hering sagte, er beschäftige sich auch mit dem Älterwerden. Er sei überzeugt: „Man muss etwas Neues wagen und sich fordern, dann bleibt man jung.“ Ehrenamtlich bleibt er als Vorsitzender des Verbands der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen aktiv. Außerdem ist er Vorstandsvorsitzender des Europahauses im Westerwald, einer internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte für politische Jugend- und Erwachsenenbildung.
Vierteljahrhundert Landespolitik
Hering wurde im Westerwald geboren und lebt bis heute dort. Seine politische Karriere begann er als Bürgermeister von Hachenburg. Der Jurist und Rechtsanwalt gehörte dem Landtag erstmals von 1996 bis 2001 und dann erneut seit 2006 an. Insgesamt saß er rund ein Vierteljahrhundert im Parlament. Von 2016 bis zum Regierungswechsel im Mai war er Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags.
Auch Minister und SPD-Fraktionschef
Hering hat auch Regierungserfahrung. Er war Umwelt- und Innenstaatssekretär, bevor er 2006 Wirtschaftsminister wurde. 2011 wechselte er an die Spitze der SPD-Landtagsfraktion. 2014 musste er im Rahmen eines Personalkarussells von Ministerpräsidentin Malu Dreyer wegen des Nürburgring-Ausbaus gehen.
Nach dem Regierungswechsel im Mai von einer Ampelkoalition zur ersten großen Koalition hatten SPD und CDU vereinbart, dass es künftig zwei Geschäftsführer bei Lotto Rheinland-Pfalz geben sollte. Einer sollte Hering sein. Nach deutlicher Kritik nahm er das Angebot nicht an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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