25 Jahre Ministerin in Rheinland-Pfalz: Ahnen hält Rekord
- Doris Ahnen ist die dienstälteste Ministerin in Deutschland. (Archivbild)
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Mainz. In Rheinland Pfalz prägt kaum eine Politikerin die Landesregierung so lange wie Doris Ahnen. Die SPD Finanzministerin ist seit 25 Jahren Mitglied eines Kabinetts und damit die dienstälteste Ministerin Deutschlands.
Die 61 Jahre alte Triererin begann ihre Ministerlaufbahn als Bildungs und Wissenschaftsministerin. Seit 2014 verantwortet sie die Finanzen des Landes. In den aktuellen Koalitionsverhandlungen galt ihr Ressort als besonders umkämpft. Ahnen soll das Ministerium nun voraussichtlich weitere fünf Jahre führen und zusätzlich die Bereiche Staatsmodernisierung und Digitalisierung übernehmen.
Rechnet man ihre Zeit als Staatssekretärin hinzu, arbeitet Ahnen bereits seit rund 30 Jahren in der Landesregierung in Mainz. In dieser Zeit diente sie unter vier Ministerpräsidenten. Kurt Beck, Malu Dreyer und Alexander Schweitzer von der SPD sowie nun erstmals unter einem CDU Regierungschef.
Über Bildungspolitik zur SPD
Der Weg in die Politik begann für Ahnen an der Universität Mainz. Dort war sie Asta Vorsitzende und arbeitete später in der Universitätsverwaltung. Nach ihrem Studium der Politik, Pädagogik und des öffentlichen Rechts wurde sie persönliche Referentin des damaligen Universitätspräsidenten Jürgen Zöllner. Als dieser 1991 Wissenschaftsminister wurde, wechselte sie als Büroleiterin in die Landespolitik.
Seit 2014 verantwortet Ahnen den Landeshaushalt. Die Aufgabe sei jedes Jahr anspruchsvoll, sagt sie. Es gehe darum, unterschiedliche finanzielle Anforderungen zusammenzubringen. In der Finanzpolitik gilt sie als verlässlich und lösungsorientiert. Auf Bundesebene verhandelte sie mehrfach für die SPD geführten Länder und koordiniert die sogenannten A Länder in Finanzfragen.
Schwierige Haushaltslage erwartet
Mit bestimmten Ritualen des Politikbetriebs tue sie sich bis heute schwer, sagt Ahnen. Besonders lange Nachtsitzungen halte sie meist für unnötig. Wichtiger sei eine verlässliche Zusammenarbeit mit den Fachleuten in den Ministerien.
Mit Blick auf die kommenden Haushalte erwartet sie schwierige Jahre. Die Steuereinnahmen steigen nach Einschätzung der Ministerin deutlich langsamer als früher. Gleichzeitig hätten mehrere Krisen in kurzer Zeit die wirtschaftliche Entwicklung belastet.
Kommunen brauchen Unterstützung
Die finanzielle Lage vieler Kommunen sei bundesweit angespannt. Auch wirtschaftsstarke Länder spürten die Belastung. Nach Ansicht Ahnens kann die Unterstützung für Städte und Gemeinden deshalb nicht allein von den Ländern kommen. Der Bund müsse sich stärker beteiligen.
Ein persönlicher Erfolg war für sie die paritätische Besetzung der Abteilungsleitungen im Finanzministerium mit Frauen und Männern. Frauenpolitik bleibt für Ahnen ein wichtiges Thema. Unter den 16 Finanzministern der Bundesländer sind derzeit nur drei Frauen vertreten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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