Wut im Sattel: Radfahrer entdecken Loch in Tübingens neuer Brücke – Sabotageverdacht

Die Stadt hat Anzeige erstattet.  | Foto: dpa
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Tübingen. Auf einer wichtigen Fahrradverbindung in Tübingen sorgt ein plötzliches Loch im Belag für Fragen und Ermittlungen. Auf der modernen „Ann Arbor“-Radbrücke wurde ein etwa zehn Zentimeter langes und rund drei Zentimeter tiefes Loch entdeckt.

Nach Einschätzung von Fachleuten könnte der Schaden gezielt verursacht worden sein. „Die Fachleute sagen, das kann eigentlich nur mit der Akkuflex herausgefräst worden sein“, schrieb Oberbürgermeister Boris Palmer auf Instagram und Facebook.

Die Brücke ist erst rund eineinhalb Jahre alt. Sie verfügt über eine integrierte Heizung, die im Winter Eisbildung verhindern soll. Die Stadtwerke prüfen derzeit, ob diese Technik durch den Schaden betroffen ist.

Reparatur könnte teuer werden

Sollte die Heizmatte unter dem Belag beschädigt sein, könnte die Instandsetzung deutlich teurer ausfallen. Bleibt die Technik unversehrt, lässt sich das Loch nach Angaben der Stadt vergleichsweise einfach mit Epoxidharz schließen und anschließend überstreichen.

Entdeckt wurde der Schaden eher zufällig am Mittwoch, 18. März, durch eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Auch der Hersteller des Belags geht laut Stadt davon aus, dass das Loch gezielt in die Oberfläche geschnitten wurde.

Polizei sucht Zeugen

Die Stadt hat Anzeige erstattet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung gegen Unbekannt. Hinweise aus der Bevölkerung sind bislang nicht eingegangen.

Palmer wandte sich am Mittwoch, 25. März, auch öffentlich an mögliche Zeugen. In den sozialen Netzwerken fragte er: „Irre. Wer macht so was. Ist das jetzt Radfahrerhass. Gibt es Zeugen.“ Hinweise sollen an Polizei oder Stadt gemeldet werden. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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