Tödlicher Unfall mit Kind in Bad Friedrichshall: Polizei prüft Ablauf und Angriffe auf Fahrerin
- Die Polizei gibt erste Erkenntnisse aus einem Gutachten nach einem tödlichen Unfall heraus. (Symbolbild)
- Foto: Lino Mirgeler/dpa
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Bad Friedrichshall. Nach dem tödlichen Unfall mit einem Kind in Bad Friedrichshall gibt es neue Erkenntnisse für die laufenden Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei war die 59 Jahre alte Autofahrerin Ende Juli mit weniger als den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde unterwegs und leitete unmittelbar vor dem Zusammenstoß eine Bremsung ein.
Das Kind soll unvermittelt von links auf die Fahrbahn gelaufen sein. Trotz der Bremsung kam es zum Frontalzusammenstoß. Das Auto kam wenige Meter später zum Stillstand. Der Junge starb noch am Unfallort.
Nach bisherigen Angaben standen der Vater rechts und die Mutter links an der Fahrbahn, als es zu dem Unfall kam. Ein Unfallgutachter hat den Fall inzwischen vorläufig eingeschätzt. Ob und unter welchen Umständen der Zusammenstoß für die Fahrerin vermeidbar gewesen wäre, ist weiter Gegenstand der Ermittlungen.
Ermittlungen auch nach Angriffen auf Fahrerin
Nach dem Unfall kam es laut Polizei zu Angriffen von Angehörigen des Jungen auf die Autofahrerin. Die Frau wurde leicht verletzt. Außerdem wurde ihr Auto beschädigt.
Die Lage am Unfallort sei emotional sehr angespannt gewesen. Deshalb entsandte die Polizei mehrere Streifenwagen. Auch Rettungskräfte waren vor Ort, um Angehörige zu betreuen. Nach Polizeiangaben wurden etwa 25 Menschen in eine Halle gebracht und dort versorgt.
Gegen mehrere Angehörige wird nun wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Autofahrerin den Zusammenstoß hätte verhindern können, liegen nach derzeitigem Stand nicht vor. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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