Tödliche Gefahr über den Gleisen: 15-Jähriger kämpft nach Stromunfall in Kehl ums Überleben
- Der 15-Jährige kam der Oberleitung zu Nahe und erlitt lebensbedrohliche Verbrennungen. (Symbolbild)
- Foto: Christoph Soeder/dpa
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Kehl. Lebensgefahr nach einem Stromunfall auf einem Güterbahnhof: Ein 15‑Jähriger hat in Kehl im Ortenaukreis schwere Verbrennungen erlitten, nachdem er auf einen Güterwagen geklettert war und der Oberleitung zu nahe kam.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall in der Nacht gegen 3 Uhr auf dem Gelände des Güterbahnhofs. Der Jugendliche erhielt einen massiven Stromschlag. Einsatzkräfte ließen ihn mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik bringen.
Der Junge hatte wegen eines Schulausflugs in einem Hotel in Kehl übernachtet. Warum er in der Nacht auf den abgestellten Frachtwagen kletterte, ist bislang unklar. Die Bundespolizeiinspektion Offenburg ermittelt zu den genauen Umständen des Unfalls.
Lebensgefahr auch ohne Berührung der Leitung
Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Bahnanlagen zu betreten oder auf Waggons zu klettern. An Bahnstrecken verlaufen Oberleitungen mit extrem hoher Spannung.
- Die Oberleitung führt rund 15.000 Volt Strom.
- Das ist etwa 65‑mal stärker als Strom aus einer Haushaltssteckdose.
- Bereits ein Abstand von etwa 1,50 Metern kann ausreichen, damit ein Lichtbogen überspringt.
Der Strom kann dabei auch ohne direkte Berührung auf den menschlichen Körper übergehen und lebensgefährliche Verbrennungen verursachen. Besonders auf abgestellten Güterwagen unterschätzen Menschen häufig die geringe Distanz zur Oberleitung. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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