Teure Autos und geheime Wallets: Behörden sichern 64 Millionen Euro in Krypto-Fall
- Verdacht der Geldwäsche und Steuerhinterziehung bei Erbschaft. (Symbolbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Krypto-Razzia. In Baden-Württemberg und Südhessen haben Ermittler Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.
Betroffen waren die Landkreise Freudenstadt, Ludwigsburg und Esslingen sowie Frankfurt am Main. Nach Angaben der Taskforce Finanzkriminalität Baden-Württemberg geht es um einen Erbfall. Zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 44 und 46 Jahren sollen Bitcoin und andere digitale Währungen der Erbmasse entzogen haben.
Vermögenswerte in Millionenhöhe sichergestellt
Bei den Durchsuchungen stellten die Behörden Kryptowährungen in digitalen Geldbörsen im Wert von rund 64 Millionen Euro sicher. Außerdem wurden mehrere hochwertige Autos und Motorräder, teure Uhren, Bargeld sowie zahlreiche elektronische Geräte, Datenträger und Geschäftsunterlagen beschlagnahmt. Die Auswertung der Speichermedien läuft.
Ermittlungen nach Hinweis der Börse Stuttgart
Die Frau soll nach dem Tod eines engen Verwandten Zugriff auf eine digitale Geldbörse aus der Erbmasse genommen haben. Die darin liegenden Kryptowährungen seien nicht versteuert worden. Der Verstorbene hatte sein Vermögen nach Behördenangaben überwiegend durch den Handel mit Kryptowerten aufgebaut.
Die beiden Männer sollen die Verschleierung der Herkunft unterstützt haben. Als Gegenleistung hätten sie Kryptowerte in Millionenhöhe erhalten. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Geldwäscheverdachtsmeldung der Börse Stuttgart.
Das Trio befindet sich auf freiem Fuß. Haftbefehle wurden nicht beantragt. Die Taskforce Finanzkriminalität Baden-Württemberg ist eine gemeinsame Einheit von Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und Steuerfahndung. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |