Telefonbetrug in Ditzingen: Seniorin gibt Schmuck ab
- Die Seniorin übergab einem Unbekannten Schmuck. (Symbolbild)
- Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Ditzingen. Ältere Menschen und Angehörige sollten bei angeblichen Klinik-Anrufen besonders vorsichtig sein: In Ditzingen hat eine Seniorin Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro an einen unbekannten Täter übergeben. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte zuvor eine unbekannte Frau angerufen und sich als Mitarbeiterin einer Stuttgarter Klinik ausgegeben.
Die Anruferin behauptete, die Tochter der Seniorin brauche dringend Geld für eine Darmkrebstherapie. Für ein Medikament aus der Schweiz seien bereits 18.000 Euro bezahlt worden, nun werde weiteres Geld benötigt. Weil die Seniorin kein Bargeld zur Hand hatte, übergab sie einem unbekannten Mann eine Tasche mit Schmuckstücken.
Kurz darauf bemerkte die Tochter den Betrug und alarmierte die Polizei. Den genauen Wert der Schmuckstücke nannte die Polizei nicht. Es gehe um mehrere Tausend Euro.
Masche mit angeblichen Krebsmedikamenten
Die Betrugsmasche ist nach Polizeiangaben nicht neu. Im Bereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wurde bereits früher ein entsprechender Fall registriert. In den vergangenen Wochen häuften sich solche Anrufe, sagte die Sprecherin.
Für Angehörige ist der Fall ein Warnsignal, weil die Täter gezielt Angst um kranke Familienmitglieder ausnutzen. Typisch ist, dass am Telefon hoher Zeitdruck aufgebaut und Geld oder Wertgegenstände für angeblich lebenswichtige Medikamente gefordert werden.
- Bei Forderungen am Telefon sollte kein Geld und kein Schmuck übergeben werden.
- Angerufene sollten die angeblich betroffene Person oder die Klinik über bekannte Nummern selbst kontaktieren.
- Bei Verdacht auf Betrug sollte sofort die Polizei alarmiert werden.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich am 1. September in Gärtringen im Kreis Böblingen. Dort gab sich ein Betrüger gegenüber einer Seniorin als Arzt einer Stuttgarter Klinik aus und verlangte Geld für teure Krebsmedikamente für einen Verwandten. Die Frau übergab Vermögensgegenstände im Wert eines sechsstelligen Betrags. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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