Prozess nach tödlichem Unfall in Stuttgart: Fahrer gesteht Kokainkonsum

Der Angeklagte hat im Prozess um einen tödlichen Unfall eingeräumt, am Tag vor der Fahrt Kokain konsumiert zu haben. | Foto: Marijan Murat/dpa
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Stuttgart. Nach einem tödlichen Unfall an einer Straßenbahnhaltestelle in Stuttgart hat der angeklagte Fahrer vor Gericht eingeräumt, am Tag zuvor Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Der 43 Jahre alte Mann erklärte vor dem Amtsgericht, er sei am Unfalltag nicht in der Lage gewesen, ein Auto zu führen.

„Ich hätte nicht fahren dürfen“, sagte der Angeklagte. Ihm sei bewusst, dass er nach dem Konsum von Betäubungsmitteln nicht am Straßenverkehr hätte teilnehmen dürfen. Er habe jedoch angenommen, dass die Substanzen am nächsten Tag keine Wirkung mehr hätten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Eine Tote und mehrere Schwerverletzte

Nach Angaben der Anklage war der 43-Jährige Anfang Mai mit seinem Geländewagen im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck nahe der Stuttgarter Innenstadt von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug fuhr in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle.

Eine 46 Jahre alte Frau kam dabei ums Leben. Acht weitere Fußgänger wurden verletzt. Mehrere von ihnen erlitten schwere Verletzungen.

An den genauen Ablauf des Geschehens kann sich der Angeklagte nach eigenen Angaben nicht erinnern. „Das Gehirn hat diese Sekunden gelöscht“, sagte er. Seine Erinnerung setze erst wieder ein, nachdem er bereits in die Gruppe von Fußgängern gefahren sei.

Im Gerichtssaal bat der Mann die Angehörigen der Opfer um Entschuldigung. Ihm sei bewusst, dass er darauf keinen Anspruch habe. Er trage die Verantwortung für das Geschehen. „Ich habe diesen Unfall nie gewollt.“ dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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